Mittwoch, 31. März 2021
Yamato Nadeshiko -49-
hermann-jpmt, 12:03h
"Ja, Herr," antworte ich leise und verschämt.
"Du bist gegen deine Instinkte erzogen worden. Die westliche Gesellschaft aus der du kommst, hat kein Interesse an den psychobiologischen Bedürfnissen der Frau. Die große Maschinerie 'Gesellschaft' ist wie zu ihrem Selbstzweck programmiert, nicht mit der Absicht, ihren menschlichen Bestandteilen zu dienen."
"Ich möchte aber kein Teil einer Maschine sein," maule ich und schürze die Lippen.
Wir haben seine Unterkunft erreicht. Nachdem sich die Tür hinter uns geschlossen hat, befiehlt er mir:
"Leg dich auf dem Rücken über den Tisch!"
Ich komme der Aufforderung nach und öffne die Beine. Mein Herr öffnet seinen Gürtel und kniet sich zwischen meine Beine. Mit einem Ruck dringt er in mich ein, so dass ich aufstöhne. Mit harten Stößen macht er weiter und sagt:
"So, du willst also kein Bestandteil einer seelenlosen Maschine sein?"
"Nein, Herr," keuche ich.
"Dann lieg? still und lausche auf deinen Herzschlag."
"Bei dem Maschinenlärm kann man kaum etwas hören," meine ich, verhalten grinsend.
Mein Herr erwidert das Grinsen.
"Du bist hier nicht in Deutschland. Hier bist du nicht in das Räderwerk einer seelenlosen Maschinerie eingespannt. Hier bist du emotional frei. Also hör nur hin! Dein Herz, es schlägt! Du bist eine Frau, ein emotionales Wesen."
"Ja, Herr."
"Man hat dich auf eine bestimmte Funktion getrimmt und dich nie gelehrt, wirklich zu leben."
"Ich wage es nicht, ich selbst zu sein," schluchze ich auf.
"Warum nicht?"
"Weil ich das Gefühl habe, dass tief in mir wirklich eine Magd steckt."
"Bald wirst du erfreut feststellen, dass diese Magd du selbst bist, meine Kleine."
Er macht weiter. Dann sagt er keuchend:
"Sicher hat sie dich schon interessiert, diese andere Frau, dein tiefes, wahres Ich."
Ich schweige einige Zeit, während er mich mit langsamen, tiefen Stößen nimmt. Dann sage ich zwischen zwei stöhnenden Atemzügen:
"Ja, ich habe mich mit ihr beschäftigt. Langsam beginne ich sie zu begreifen, Herr. Ich danke dir dafür."
Ich stöhne laut auf, als ich von meinen Gefühlen davongetragen werde und klammere mich an meinen Herrn.
"Du hast noch wenig Ahnung," sagt er, zieht mich in sitzende Stellung und küsst mich.
"Okay, mein Mädchen," spricht er mich dann an und nimmt den Wäschesack auf.
'Mein Mädchen' hat er mich genannt! 'Mein Mädchen' hat er gesagt! Ich höre kaum noch, dass er weiterspricht.
Dann ist er auch schon mit dem Wäschesack durch die Tür und ich warte auf seine Wiederkehr.
*
Nach dem Aufenthalt in der 'blauen Grotte' gehen wir in das Restaurant in der Nähe meiner Unterkunft essen. Es ist noch früh. Ich will danach noch ein wenig schlafen und mir dann das Ju-Jutsu-Training anschauen.
Im Restaurant ist noch nicht viel los. Wir werden an einen Tisch geleitet. Nozomi-chan setzt sich neben mich in den Seiza. Wir erhalten unser Essen. Nozomi-chan verbeugt sich tief und sagt:
"Entschuldige, Herr. Darf ich dich mit einigen Gepflogenheiten der Herren vertraut machen, damit du in Gesellschaft nicht als Neuling auffällst?"
"In Ordnung, Nozomi-chan. Was habe ich denn hier im Restaurant zu beachten?"
"Ich bitte um Vergebung, Herr, das beschränkt sich nicht auf das Restaurant hier, sondern durchzieht das ganze Leben des Herrn. Es bestimmt die Beziehung zwischen Herrn und Magd. Wenn du zu weich bist, der Magd zuviel Entscheidungen überlässt, dann nimmt sie dich mit der Zeit nicht mehr ernst. Dann führt sie dich erst unmerklich, später ganz offen."
"Und wie weise ich der Magd ihren Platz neben mir zu, Nozomi-chan?"
"Nicht neben dir, Herr. Unter dir! Begegnung auf Augenhöhe ist der Beginn der Abgabe deiner Führungsrolle! Schau, ich knie hier, muss dadurch zu dir aufschauen. Aber es gibt noch mehr Gesten. Je höher der Rang des Gegenübers, desto tiefer die Verbeugung!
Der Herr übernimmt mit der Aufnahme einer Magd in seinen Haushalt die Verpflichtung für sie zu sorgen, sich um ihr körperliches und seelisches Wohl zu kümmern. Dazu führt er sie verantwortungsbewusst, während sie sich ihm unterwirft und ihm mit großem Vertrauen in sein immerwährendes Verantwortungsbewusstsein gehorcht, ohne jedoch ihre Augen zu verschließen. Sie dient ihm und ist bestrebt ihn stets stolz auf sich zu machen. Er achtet sie als sein Geschöpf, wertschätzt ihren Dienst und zeigt das auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit ? jedoch nicht, indem er sich zurücknimmt und ihr die Entscheidung überlässt, sondern indem er ihr zeigt, dass sie Sein ist!"
"Hm, ich hoffe, dass ich das mit der Zeit schaffe, Nozomi-chan. Deine Erklärungen sind mir Gold wert und ich werde mir für dich irgendwann eine große Freude ausdenken! Wie verhalte ich mich denn jetzt richtig?"
"Die Magd gehört dem Herrn. Sie gehorcht ohne Bedingungen zu stellen! Eine Unterwerfung mit Bedingungen ist keine rechte Unterwerfung mehr. Die Bedingungen entspringen dem Verantwortungsgefühl des Herrn. Alles, was die Magd besitzt, erhält sie vom Herrn, alles was sie erhält ? selbst Lob oder Tadel ? nimmt sie dankbar entgegen. Dadurch macht er ihr gegenüber stets seine Position klar."
"Aber dann rutscht die Frau doch in eine Hörigkeit gegenüber dem Mann! Das ist doch krankhaft..."
"Wenn sich die Magd nicht mehr aus der Abhängigkeit zu ihrem Herrn lösen kann und bei einer Trennung Anstalten macht in den Tod zu gehen, ist das krankhaft, Herr! Glaube mir, ich kenne mich da aus. Es ist zugegebenermaßen ein schmaler Grat, aber er ist gangbar, wenn der Herr davon weiß und darauf achtet!
Das Ritual beim Essen: Vom Herrn kommt alles! Sei es nun neue Kleidung, sei es nun das Essen, sei es Zuwendung oder Zurückweisung. Die Magd nimmt alles dankbar entgegen! Die Magd bedient ihren Herrn. Der Herr gibt ihr von der Nahrung. Nun sind heute keine anderen Mägde hier, so dass du durch Zuschauen lernen kannst, darum habe ich meinen Herrn darauf angesprochen. Entschuldige, wenn ich zu weit ausgeholt habe zur Erklärung."
"In Ordnung, Nozomi-chan. Also dann bediene mich."
Sie nimmt Lebensmittel aus der Schüssel und vom Servierteller, füllt damit eine Schale und reicht sie mir. Ich stelle sie vor mich und nehme mein Besteck auf. Sie fragt mich:
"Darf deine Magd nun auch etwas essen?"
"Gern," antworte ich.
Sie schaut mich kurz an, legt sich dann auch etwas auf den zweiten Teller und gibt ihn mir. Ich nehme ihn ihr ab und schaue Nozomi-chan fragend an.
"Der Herr gibt seiner Magd Nahrung..." flüstert sie.
Ich gebe ihr also den Teller zurück, den sie nun vor sich stellt und zu essen beginnt. Ich schaue kurz auf, aber die anderen Herren im Raum kümmern sich um ihr Essen. Also esse ich nun auch.
Nach dem Essen gehen wir zu meiner Unterkunft und ich lege mich auf einen Futon. Nozomi-chan befehle ich wieder neben mich und nach etwa anderthalb Stunden mache ich mich auf den Weg zu der Waffenschule.
*
Es ist bestimmt eine kleine Ewigkeit vergangen, als mein Herr mit dem leeren Wäschesack zurückkommt. Er legt den Sack gefaltet vor mich auf den Tisch und stellt mir wieder einmal die Frage:
"Wie heißt du?"
"Deine Magd hat keinen Namen," antworte ich diesmal.
"Du sollst einen Namen bekommen, meine Kleine. Ich werde dich Kirei nennen, Kirei -die Schöne-."
Glücklich lächelnd antworte ich: "Danke, Herr."
"Wie heißt du?"
"Kirei ist mein Name, Herr."
In der Hand trägt er ein kleines schwarz gefärbtes Spankästchen. Er setzt sich auf seinen Hocker und legt das Kästchen vor sich auf den Tisch.
"Gut, Kirei. Komm zu mir! Knie dich neben mich!"
Schnell komme ich der Aufforderung nach, nähere mich meinem Herrn, verbeuge mich tief und setze mich im Kniesitz neben ihn. Er hebt den Deckel des Kästchens an. Das Unterteil rutscht heraus. Darin sehe ich ein samtenes Kissen und darauf einen silberfarbenen Ring mit eingefassten roten Steinen. In dem Ring liegt ein textilenes Säckchen. Mein Herr nimmt das Säckchen und öffnet es. Er dreht es um und lässt etwas Goldglitzerndes in seine hohle Hand herausrutschen. Meine Augen werden groß. Mein Mund öffnet sich ungläubig staunend.
Er nimmt das Goldglitzernde mit seinen Händen auseinander und ich erkenne eine dünne lange Kette, die er mir sogleich um die Taille legt und verschließt.
Ich senke meinen Kopf bis meine Stirn seine Hand berührt und hauche:
"Arigato -Danke-, Okyaku-Sama -mein Herr-."
Er antwortet: "Kopf hoch, Kirei."
Ich schaue ihm in die Augen und sehe ihn stolz lächeln.
"Du bist wahrlich ein Naturtalent, meine Kleine! Hebe deine Haare an, damit dein Hals freiliegt!"
Schnell tue ich, was er sagt und er entfernt ein Ringsegment. Den Zweidrittelring legt er mir vorne um den Hals, dann steckt er das Teilstück in den Ring, biegt ihn etwas auf und schiebt das Teilstück ganz in den Ring hinein. Ich taste nach meinem Schmuckstück.
"Danke, mein Herr. Das ist der schönste Schmuck, den ich bisher besessen habe, Herr!" sage ich freudestrahlend, lasse mein Haar herunter und betaste den Halsring.
"Den Schmuck erlaube ich dir zu tragen, Kirei. Er gehört nicht dir, sondern mir, genauso wie du mir gehörst! Er soll dich jederzeit daran erinnern, dass ich stolz darauf bin, dich zu besitzen. ? In diesem Zusammenhang: Kennst du die Bedeutung des Halsringes?"
"Er zeigt an, dass ich eine Magd bin und man kann daran ablesen, wer mein Besitzer ist."
"Richtig, Kirei."
Ich lächele glücklich.
*
Nun bin ich schon einige Wochen auf Bunrei no Shima. Wieder einmal bin ich auf dem Weg zu meinem Training, als ich Suzuki-San begegne. In seiner Begleitung befindet sich ? Yvonne. Wie angewurzelt bleibe ich stehen. Suzuki-San schiebt Yvonne hinter seinen Rücken und schaut mich aufmerksam an.
Endlich habe ich mich gefangen und richte mich gerade auf, begegne seinem Blick und sage mit fester Stimme:
"Ich erhebe Anspruch auf diese Magd, ehrenwerter Suzuki-San!"
"Ich bin der Chef der Wache von Bunrei no Shima!"
"Das weiß ich, Suzuki-San. Und wenn Sie der Kaiser von China wären: Ich erhebe Anspruch auf diese Magd!"
Suzuki-San lächelt.
"Becker-San, auch ich erhebe Anspruch auf diese Magd! Jedes Ding, jedes Geschöpf kann nur EINEN Besitzer haben."
"Das ist mir klar."
"Wir werden also den Anspruch ausfechten müssen. Da ich der Herausgeforderte bin, habe ich das Recht die Waffe zu wählen. Ich wähle das Schwert. - Wollen Sie es sich nicht noch einmal überlegen?"
Ich schüttele den Kopf.
"Ich fühle mich für sie verantwortlich. Ich erhebe Anspruch auf diese Magd!"
"Dann soll es sein. In genau einer Woche am Nachmittag in der Arena!"
"Okay, Suzuki-San. Ich werde dort sein!"
Ich beeile mich heute besonders zur Waffenschule zu kommen.
"Du bist gegen deine Instinkte erzogen worden. Die westliche Gesellschaft aus der du kommst, hat kein Interesse an den psychobiologischen Bedürfnissen der Frau. Die große Maschinerie 'Gesellschaft' ist wie zu ihrem Selbstzweck programmiert, nicht mit der Absicht, ihren menschlichen Bestandteilen zu dienen."
"Ich möchte aber kein Teil einer Maschine sein," maule ich und schürze die Lippen.
Wir haben seine Unterkunft erreicht. Nachdem sich die Tür hinter uns geschlossen hat, befiehlt er mir:
"Leg dich auf dem Rücken über den Tisch!"
Ich komme der Aufforderung nach und öffne die Beine. Mein Herr öffnet seinen Gürtel und kniet sich zwischen meine Beine. Mit einem Ruck dringt er in mich ein, so dass ich aufstöhne. Mit harten Stößen macht er weiter und sagt:
"So, du willst also kein Bestandteil einer seelenlosen Maschine sein?"
"Nein, Herr," keuche ich.
"Dann lieg? still und lausche auf deinen Herzschlag."
"Bei dem Maschinenlärm kann man kaum etwas hören," meine ich, verhalten grinsend.
Mein Herr erwidert das Grinsen.
"Du bist hier nicht in Deutschland. Hier bist du nicht in das Räderwerk einer seelenlosen Maschinerie eingespannt. Hier bist du emotional frei. Also hör nur hin! Dein Herz, es schlägt! Du bist eine Frau, ein emotionales Wesen."
"Ja, Herr."
"Man hat dich auf eine bestimmte Funktion getrimmt und dich nie gelehrt, wirklich zu leben."
"Ich wage es nicht, ich selbst zu sein," schluchze ich auf.
"Warum nicht?"
"Weil ich das Gefühl habe, dass tief in mir wirklich eine Magd steckt."
"Bald wirst du erfreut feststellen, dass diese Magd du selbst bist, meine Kleine."
Er macht weiter. Dann sagt er keuchend:
"Sicher hat sie dich schon interessiert, diese andere Frau, dein tiefes, wahres Ich."
Ich schweige einige Zeit, während er mich mit langsamen, tiefen Stößen nimmt. Dann sage ich zwischen zwei stöhnenden Atemzügen:
"Ja, ich habe mich mit ihr beschäftigt. Langsam beginne ich sie zu begreifen, Herr. Ich danke dir dafür."
Ich stöhne laut auf, als ich von meinen Gefühlen davongetragen werde und klammere mich an meinen Herrn.
"Du hast noch wenig Ahnung," sagt er, zieht mich in sitzende Stellung und küsst mich.
"Okay, mein Mädchen," spricht er mich dann an und nimmt den Wäschesack auf.
'Mein Mädchen' hat er mich genannt! 'Mein Mädchen' hat er gesagt! Ich höre kaum noch, dass er weiterspricht.
Dann ist er auch schon mit dem Wäschesack durch die Tür und ich warte auf seine Wiederkehr.
*
Nach dem Aufenthalt in der 'blauen Grotte' gehen wir in das Restaurant in der Nähe meiner Unterkunft essen. Es ist noch früh. Ich will danach noch ein wenig schlafen und mir dann das Ju-Jutsu-Training anschauen.
Im Restaurant ist noch nicht viel los. Wir werden an einen Tisch geleitet. Nozomi-chan setzt sich neben mich in den Seiza. Wir erhalten unser Essen. Nozomi-chan verbeugt sich tief und sagt:
"Entschuldige, Herr. Darf ich dich mit einigen Gepflogenheiten der Herren vertraut machen, damit du in Gesellschaft nicht als Neuling auffällst?"
"In Ordnung, Nozomi-chan. Was habe ich denn hier im Restaurant zu beachten?"
"Ich bitte um Vergebung, Herr, das beschränkt sich nicht auf das Restaurant hier, sondern durchzieht das ganze Leben des Herrn. Es bestimmt die Beziehung zwischen Herrn und Magd. Wenn du zu weich bist, der Magd zuviel Entscheidungen überlässt, dann nimmt sie dich mit der Zeit nicht mehr ernst. Dann führt sie dich erst unmerklich, später ganz offen."
"Und wie weise ich der Magd ihren Platz neben mir zu, Nozomi-chan?"
"Nicht neben dir, Herr. Unter dir! Begegnung auf Augenhöhe ist der Beginn der Abgabe deiner Führungsrolle! Schau, ich knie hier, muss dadurch zu dir aufschauen. Aber es gibt noch mehr Gesten. Je höher der Rang des Gegenübers, desto tiefer die Verbeugung!
Der Herr übernimmt mit der Aufnahme einer Magd in seinen Haushalt die Verpflichtung für sie zu sorgen, sich um ihr körperliches und seelisches Wohl zu kümmern. Dazu führt er sie verantwortungsbewusst, während sie sich ihm unterwirft und ihm mit großem Vertrauen in sein immerwährendes Verantwortungsbewusstsein gehorcht, ohne jedoch ihre Augen zu verschließen. Sie dient ihm und ist bestrebt ihn stets stolz auf sich zu machen. Er achtet sie als sein Geschöpf, wertschätzt ihren Dienst und zeigt das auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit ? jedoch nicht, indem er sich zurücknimmt und ihr die Entscheidung überlässt, sondern indem er ihr zeigt, dass sie Sein ist!"
"Hm, ich hoffe, dass ich das mit der Zeit schaffe, Nozomi-chan. Deine Erklärungen sind mir Gold wert und ich werde mir für dich irgendwann eine große Freude ausdenken! Wie verhalte ich mich denn jetzt richtig?"
"Die Magd gehört dem Herrn. Sie gehorcht ohne Bedingungen zu stellen! Eine Unterwerfung mit Bedingungen ist keine rechte Unterwerfung mehr. Die Bedingungen entspringen dem Verantwortungsgefühl des Herrn. Alles, was die Magd besitzt, erhält sie vom Herrn, alles was sie erhält ? selbst Lob oder Tadel ? nimmt sie dankbar entgegen. Dadurch macht er ihr gegenüber stets seine Position klar."
"Aber dann rutscht die Frau doch in eine Hörigkeit gegenüber dem Mann! Das ist doch krankhaft..."
"Wenn sich die Magd nicht mehr aus der Abhängigkeit zu ihrem Herrn lösen kann und bei einer Trennung Anstalten macht in den Tod zu gehen, ist das krankhaft, Herr! Glaube mir, ich kenne mich da aus. Es ist zugegebenermaßen ein schmaler Grat, aber er ist gangbar, wenn der Herr davon weiß und darauf achtet!
Das Ritual beim Essen: Vom Herrn kommt alles! Sei es nun neue Kleidung, sei es nun das Essen, sei es Zuwendung oder Zurückweisung. Die Magd nimmt alles dankbar entgegen! Die Magd bedient ihren Herrn. Der Herr gibt ihr von der Nahrung. Nun sind heute keine anderen Mägde hier, so dass du durch Zuschauen lernen kannst, darum habe ich meinen Herrn darauf angesprochen. Entschuldige, wenn ich zu weit ausgeholt habe zur Erklärung."
"In Ordnung, Nozomi-chan. Also dann bediene mich."
Sie nimmt Lebensmittel aus der Schüssel und vom Servierteller, füllt damit eine Schale und reicht sie mir. Ich stelle sie vor mich und nehme mein Besteck auf. Sie fragt mich:
"Darf deine Magd nun auch etwas essen?"
"Gern," antworte ich.
Sie schaut mich kurz an, legt sich dann auch etwas auf den zweiten Teller und gibt ihn mir. Ich nehme ihn ihr ab und schaue Nozomi-chan fragend an.
"Der Herr gibt seiner Magd Nahrung..." flüstert sie.
Ich gebe ihr also den Teller zurück, den sie nun vor sich stellt und zu essen beginnt. Ich schaue kurz auf, aber die anderen Herren im Raum kümmern sich um ihr Essen. Also esse ich nun auch.
Nach dem Essen gehen wir zu meiner Unterkunft und ich lege mich auf einen Futon. Nozomi-chan befehle ich wieder neben mich und nach etwa anderthalb Stunden mache ich mich auf den Weg zu der Waffenschule.
*
Es ist bestimmt eine kleine Ewigkeit vergangen, als mein Herr mit dem leeren Wäschesack zurückkommt. Er legt den Sack gefaltet vor mich auf den Tisch und stellt mir wieder einmal die Frage:
"Wie heißt du?"
"Deine Magd hat keinen Namen," antworte ich diesmal.
"Du sollst einen Namen bekommen, meine Kleine. Ich werde dich Kirei nennen, Kirei -die Schöne-."
Glücklich lächelnd antworte ich: "Danke, Herr."
"Wie heißt du?"
"Kirei ist mein Name, Herr."
In der Hand trägt er ein kleines schwarz gefärbtes Spankästchen. Er setzt sich auf seinen Hocker und legt das Kästchen vor sich auf den Tisch.
"Gut, Kirei. Komm zu mir! Knie dich neben mich!"
Schnell komme ich der Aufforderung nach, nähere mich meinem Herrn, verbeuge mich tief und setze mich im Kniesitz neben ihn. Er hebt den Deckel des Kästchens an. Das Unterteil rutscht heraus. Darin sehe ich ein samtenes Kissen und darauf einen silberfarbenen Ring mit eingefassten roten Steinen. In dem Ring liegt ein textilenes Säckchen. Mein Herr nimmt das Säckchen und öffnet es. Er dreht es um und lässt etwas Goldglitzerndes in seine hohle Hand herausrutschen. Meine Augen werden groß. Mein Mund öffnet sich ungläubig staunend.
Er nimmt das Goldglitzernde mit seinen Händen auseinander und ich erkenne eine dünne lange Kette, die er mir sogleich um die Taille legt und verschließt.
Ich senke meinen Kopf bis meine Stirn seine Hand berührt und hauche:
"Arigato -Danke-, Okyaku-Sama -mein Herr-."
Er antwortet: "Kopf hoch, Kirei."
Ich schaue ihm in die Augen und sehe ihn stolz lächeln.
"Du bist wahrlich ein Naturtalent, meine Kleine! Hebe deine Haare an, damit dein Hals freiliegt!"
Schnell tue ich, was er sagt und er entfernt ein Ringsegment. Den Zweidrittelring legt er mir vorne um den Hals, dann steckt er das Teilstück in den Ring, biegt ihn etwas auf und schiebt das Teilstück ganz in den Ring hinein. Ich taste nach meinem Schmuckstück.
"Danke, mein Herr. Das ist der schönste Schmuck, den ich bisher besessen habe, Herr!" sage ich freudestrahlend, lasse mein Haar herunter und betaste den Halsring.
"Den Schmuck erlaube ich dir zu tragen, Kirei. Er gehört nicht dir, sondern mir, genauso wie du mir gehörst! Er soll dich jederzeit daran erinnern, dass ich stolz darauf bin, dich zu besitzen. ? In diesem Zusammenhang: Kennst du die Bedeutung des Halsringes?"
"Er zeigt an, dass ich eine Magd bin und man kann daran ablesen, wer mein Besitzer ist."
"Richtig, Kirei."
Ich lächele glücklich.
*
Nun bin ich schon einige Wochen auf Bunrei no Shima. Wieder einmal bin ich auf dem Weg zu meinem Training, als ich Suzuki-San begegne. In seiner Begleitung befindet sich ? Yvonne. Wie angewurzelt bleibe ich stehen. Suzuki-San schiebt Yvonne hinter seinen Rücken und schaut mich aufmerksam an.
Endlich habe ich mich gefangen und richte mich gerade auf, begegne seinem Blick und sage mit fester Stimme:
"Ich erhebe Anspruch auf diese Magd, ehrenwerter Suzuki-San!"
"Ich bin der Chef der Wache von Bunrei no Shima!"
"Das weiß ich, Suzuki-San. Und wenn Sie der Kaiser von China wären: Ich erhebe Anspruch auf diese Magd!"
Suzuki-San lächelt.
"Becker-San, auch ich erhebe Anspruch auf diese Magd! Jedes Ding, jedes Geschöpf kann nur EINEN Besitzer haben."
"Das ist mir klar."
"Wir werden also den Anspruch ausfechten müssen. Da ich der Herausgeforderte bin, habe ich das Recht die Waffe zu wählen. Ich wähle das Schwert. - Wollen Sie es sich nicht noch einmal überlegen?"
Ich schüttele den Kopf.
"Ich fühle mich für sie verantwortlich. Ich erhebe Anspruch auf diese Magd!"
"Dann soll es sein. In genau einer Woche am Nachmittag in der Arena!"
"Okay, Suzuki-San. Ich werde dort sein!"
Ich beeile mich heute besonders zur Waffenschule zu kommen.
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