Montag, 29. März 2021
Yamato Nadeshiko -48-
Als ich, Yvonne, am Morgen wach werde, erfüllt ein Halbdämmer den Raum. Ich drehe mich zur Seite und schaue in die ruhigen Züge eines Mannes, eines echten Mannes. Eines Mannes, wie ich ihn in Deutschland kaum gefunden hätte. Ich kuschele mich eng an ihn.
Nach kurzer Zeit beginnt sich seine Hand über meinen Körper zu bewegen. Ich liege still und halte den Atem an. Die Hand wandert tiefer, berührt mich an den Schamlippen und sucht nach meiner Klitoris.

"Ohhh," stöhne ich. "Ja."

Mein Herr öffnet die Augen und schaut mich an.

"Gefällt dir das?"

"Muss ich auf eine solche Frage antworten?"

"Du musst jede Frage deines Herrn offen und ehrlich beantworten!"

"Ja, Herr," sage ich. "Es gefällt mir."

Ich schließe die Augen.

"Ja, es gefällt mir, Herr. Jetzt sollten wir schnell wieder einschlafen!"

"Wir sollten was?" fragt er lachend und begehrt mit seiner Zunge Einlass in meinen Mund.

"Schnell wieder einschlafen, Herr! Damit wir gleich noch einmal genauso aufwachen. Und noch einmal und noch einmal..."

Mein Herr lacht.

"Steh' auf, kleine Magd und bereite mir das, was man in Europa ein kontinentales Frühstück nennt!"

"Ein... was, Herr?"

"Nun, das was du in Europa morgens in Hotels auf dem Frühstückstisch findest! Neben dem Wasserkocher findest du einen Tischgrill, darneben einen Kühl- und Gefrierschrank. Für warme Mahlzeiten gehen wir in ein Restaurant oder ein Baraetishiata ?Varieté-Theater-. Ich bin einer der Wächter der Bunrei no Shima und unterstehe Tanaka-San direkt. Mich kannst du mit einem Ortspolizisten vergleichen. Wir arbeiten im Drei-Schicht-Betrieb im wöchentlichen Wechsel, gefolgt von einer Freiwoche. Während meiner Arbeitszeit wirst du die Wohnung sauber halten. In deiner Freizeit beschäftigst du dich ebenfalls innerhalb der Wohnung. Außerhalb der Wohnung hältst du dich stets in meiner Begleitung, außer du bist in meinem Auftrag unterwegs!"

Ich stehe auf und suche mir zusammen, was ich zu dem gewünschten Frühstück arrangieren kann. Ich koche Wasser, bereite Tee, koche Eier in frischem Wasser, presse Orangen aus um Saft zu gewinnen, backe Fladenbrot auf. Ich finde dicke Wurstscheiben und ein Beerenmus. Das platziere ich alles auf dem Tisch und stelle zwei Schalen für den Tee und zwei Teller, sowie Besteck über Eck dazu.

In der Zwischenzeit ist mein Herr ins Bad gegangen und kommt nun hinzu. Er schaut sich mein Arrangement an und lächelt.

"Das hast du schön arrangiert, kleine Magd. Aber die Teller und die Schalen stellst du aufeinander an meinen Platz! Auch das Besteck kommt auf meinen Platz."

Ich schaue ihn erstaunt ängstlich an und ändere das Arrangement wie gewünscht.

Er nimmt die Teeschale, die ich ihm gefüllt reiche, tunkt zwei Finger hinein und lässt Tropfen auf einen Stein fallen. Dann beginnt er zu frühstücken. Ich folge mit den Augen den Bissen, wie sie in seinem Mund verschwinden. Mein Herr schaut amüsiert. Dann schneidet er vom Fladenbrot ein Stück ab und hält es mir vor den Mund. Ich nehme es vorsichtig mit den Lippen an.

"Was ist deine Aufgabe, kleine Magd?" fragt er.

"Meinen Herrn stolz zu machen, dass er mich besitzt, ihn nach der Arbeit zu entspannen. ? Ganz allgemein: Meinen Herrn zu erfreuen mit meinem Körper, meinen Werken, meinen Worten und Gedanken."

"Das hast du schön gesagt, kleine Magd! Und du weißt, dass du davon noch meilenweit entfernt bist?"

Ich schaue erschrocken zu ihm auf.

"Keine Angst, meine Kleine. Du musst nicht von Beginn an perfekt sein. Du musst nur den Willen haben, mit der Zeit immer perfekter zu werden. ? Wir sind Menschen! Wir können niemals hundertprozentig perfekt sein. Aber wir müssen perfekt werden wollen!"

"Ja, Herr."

"Du hast zwei Gedecke aufgetragen..."

"Ja, Herr."

"Das zeigt mir, dass deine Gedanken sich nicht zentral mit Meinem Wohl beschäftigen, sondern dass du ebenso an dich denkst."

"Ja, Herr."

"Das musst du zurückdrängen und ablegen! Fasse Vertrauen in deinen Herrn, dass er sich auch um das Wohl seiner Magd kümmert!"

"Ja, Herr."

"Gut, was möchtest du frühstücken?"

"Ein Brot mit dem Beerenmus, ein Ei und ein Becher Orangensaft - wenn ich das darf, Okyaku-Sama -mein Herr-."

Er arrangiert alles auf einem Teller und reicht ihn mir. Dann füllt er eine Schale mit Tee und reicht auch sie mir. Ich schaue ihn dankbar lächelnd an und beginne nun selbst zu frühstücken.

Ich bin noch nicht ganz fertig, da sagt mein Herr: "Ich beginne jetzt über die Insel zu patrouillieren. Heute Mittag bin ich zurück. Dann gehst du mit mir essen. In der Zwischenzeit wirst du die Wohnung und die ganze Einrichtung säubern. Die schmutzige Wäsche, Wohntextilien und Kleidung, verpackst du in einen großen Beutel, den du in der Nähe der Wohnungstür abstellst."

"Ja, Herr."

"Dann bis nachher, meine Kleine!"

"Bis nachher, Okyaku-Sama -mein Herr-."

Er umarmt mich und gibt mir einen Kuss, während seine linke Hand über meinen nackten Körper wandert.

Nachdem mein Herr gegangen ist, kümmere mich gründlich um selbst die hinterste Ecke der Wohnung, denn ich möchte ihm gefallen. Als ich endlich die schmutzigen Textilien in einen großen Beutel verpacke, öffnet sich die Tür und mein Herr betritt seine Wohnung.

"Hallo, kleine Magd. Ist alles in perfekter Ordnung?"

Ich laufe zu ihm und begrüße ihn mit einer tiefen Verbeugung.

"Aisatsu -Hallo-, Okyaku-Sama -mein Herr-," lächele ich ihn an. "Ich hoffe, dass du zufrieden bist."

"Dann folge mir nun zum Mittagessen! Die Insel ist ruhig. So kann ich mir eine Essenspause erlauben."

"Der Wäschebeutel, Herr?"

"Den nehme ich nachher mit, wenn wir vom Essen zurückkommen, kleine Magd."

Also folge ich meinem Herrn zum Restaurant. Uns begegnen unterwegs tatsächlich nur zwei Herren. Dann betritt mein Herr das Restaurant, hält mir die Tür auf und lässt mich ein. Drinnen werden wir sogleich von einer Magd mit einer tiefen Verbeugung begrüßt.

Sie ?flötet? ihn an:
"Irasshaimaseeeeee, Suzuki-Sama -Willkommen, hoher Herr Suzuki-!"

Suzuki-San nickt ihr lächelnd zu. Als nächstes fragt sie ihn nach der Personenzahl. Er erwidert:

"Nur wir zwei."

Nun läuft sie in kleinen Trippelschritten vor uns her zu einem kleinen niedrigen Tisch und sagt, höflich lächelnd:

"Kochira e douzo ?Bitte, nehmen Sie hier Platz-."

Der Herr lässt sich auf einem Hocker nieder und zieht ein Kniekissen neben sich.

"Setz dich!" sagt er zu mir.

Ich gehe neben ihm auf die Knie und lasse mich auf meine Fersen nieder. Die Magd ist inzwischen weitergelaufen und kommt mit einer Kanne und zwei Schalen zurück, die sie vor uns auf den Tisch platziert. Danach fragt sie:

"Gochuumon wa okimari desu-Was möchten Sie bestellen-?"

Mein Herr deutet auf das zweite Bild einer bebilderten Karte, die auf dem Tisch aufgebracht ist. Die japanischen Schriftzeichen kann ich nicht lesen.

"Ni-banme -Das Zweite-!" sagt er.

Wieder verbeugt sich die Magd und verschwindet. Nun sagt der Shi -Herr- zu mir:

"Schenke den Tee aus!"

Ich nehme also eine Schale in die eine und die Kanne in die andere Hand und gieße sie vorsichtig halbvoll Tee. Die Schale gebe ich an Suzuki-San weiter, der sie vor mich stellt. In der Zwischenzeit habe ich die zweite Schale in der Hand, gieße auch sie halbvoll und reiche sie an den Herrn weiter. Nachdem er einen Schluck getrunken hat, setze ich auch die Teeschale an.

Jetzt nähert sich die Magd mit einem Tablett und zwei Schalen mit Hähnchenstücken und Gemüse. Sie stellt das Tablett ab und serviert uns die Schalen. Dabei bedient sie Suzuki-San zuerst. Mein Herr reicht die Schale an mich weiter. Die zweite Schale behält er für sich. Sie fragt:

"Onomi mono wa ?Was möchten Sie trinken-?"

"Ringojuusu, nihai ?Apfelsaft, zwei Gläser-."

Noch einmal verbeugt sich die Magd und trippelt schnell zum Tresen. Der Herr greift nun an das Gestell vor uns, in dem Essstäbchen, Zahnstocher, Gewürze, Soyasauce und Servietten sortiert sind. Er gießt etwas Soße an den Rand seiner Schale und nimmt Stäbchen in die Hand. Auch ich nehme Stäbchen in die Hand, die ich allerdings sehr unsicher benutze. Oft fällt mir ein Stück Hähnchenfleisch oder Gemüse in die Schale zurück. Aber ich bin hartnäckig und schaue mir beim Herrn ab, wie er die Stäbchen führt. Er ist sehr geduldig und wartet auf mich.

Nach dem Essen und nachdem die Teekanne leer ist, erhebt sich der Herr und geht mit mir zu Ausgang. Beim Verlassen des Restaurants, nickt er der Magd zu und sagt:

"Gochisousama deshita -Vielen Dank für das Essen-!"

Sie verbeugt sich noch einmal, während er mir die Tür aufhält und dann selbst hinausgeht. Der Herr nimmt den Weg zurück zu seiner Unterkunft und spricht unterwegs mein Verhalten in der vergangenen Nacht an.

"Du musst hier in Bunrei no Shima deine westliche Erziehung ablegen, meine Kleine! Hier gelten andere Werte. Einer davon ist, dass du deine Emotionen auslebst, immer und überall wo dein Herr es von dir verlangt ? ohne Rücksicht auf Andere, denn du verletzt keine Gefühle. Alle anderen wissen um die Emotionen und wenn du irgendwo ein kopulierendes Paar hörst oder siehst, dann ist das halt so. Ein Herr wird sich, was er braucht, bei seiner Magd holen. Eine Magd wird, was sie braucht, alsbald von ihrem Herrn erhalten."

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