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Freitag, 5. März 2021
Yamato Nadeshiko -36-
hermann-jpmt, 10:55h
Während ich nun die festen Bestandteile der Suppe aus der Schale esse, ist der Herr schon soweit. Nun hebt er die Schale vor den Mund und schlürft die Brühe lautstark. Als er meine großen Augen auf sich ruhen sieht, setzt er die Schale kurz ab und fragt, was mich so erstaunt.
Es ist mir unangenehm, das Schlürfen direkt anzusprechen. So behelfe ich mich damit, dass ich die Lautstärke aus meiner Heimat nicht kenne. Nakamura-San lächelt und meint:
"Andere Länder, andere Sitten. Kennst du einen Mann namens Luther Martin?"
"Ja, Herr," bestätige ich nickend. "Das ist der Mann, auf den die Reformation des Christentums zurückgeht."
"Nun," meint der Shujin. "Dieser Mann soll bei Tisch gesagt haben ?Warum schlürfet und rülpset ihr nicht? Hat es euch nicht geschmacket?? Also war das geräuschvolle Essen zu seinen Lebzeiten ebenso üblich. Rülpsen gilt in Japan natürlich als unfein!"
Ich nicke und beschäftige mich nun mit meinem Essen.
Nach der Suppe überreicht Tsuju-chan dem Herrn Sushi vom Tablett. Wieder verteilt der Herr die Teller zuerst an sie, dann an mich und stellt den dritten Teller danach vor sich.
Anschließend bleibt der Herr noch eine Weile sitzen und trinkt seinen Tee langsam aus. Da Tsuju-chan es ihm gleich macht, trinke auch ich meine Schale schluckweise langsam leer.
Nach dem Mittagessen erhalte ich durch Tsuju-chan Unterricht im Führen der Essstäbchen, was ich bis zum Nachmittagstee leidlich beherrsche. Trotzdem fällt mir immer noch einmal etwas in die Schale zurück, weil ich die Stäbchen nicht richtig führe. Aber die Fehlversuche werden immer weniger. Während des Trainings frage ich sie, was ich mir unter den Kami vorstellen kann.
"Du hast ein Begriffsproblem?" fragt sie zurück. "In der westlichen Kultur haben alle Menschen Seelen. Für euch sind es Manifestationen von eurem Gott. Aus westlicher Sicht gesehen, verstehen wir alles in der Natur als beseelt. Für uns sind Kamis göttlich. Also kannst du ein Kami mit der Seele dieses Subjekts oder Objekts gleichsetzen!"
"Ah," mache ich und angele wieder mit meinen Stäbchen nach dem Teil in der Schale.
Nach dem Nachmittagstee, zu dem Gebäck gereicht wird. Muss ich wieder in den Trainingsraum zum Konditionstraining. Am Abend krieche ich, rechtschaffen müde in meinen Käfig und werfe die Decke über mich. Bald darauf falle ich in einen tiefen Schlaf.
Die nächsten Tage vergehen ähnlich. Bald erhalte ich Höschen und BH. Ich bin total stolz darauf. Inzwischen kann ich schon ganz gut waschen und bekomme dabei keinen Muskelkater mehr. Ich lerne auch die japanische Küche kennen und wie man die Gerichte schmackhaft zubereitet.
Natürlich erhalte ich auch Lektionen in Nähen und Putzen; aber auch, wie man am Tisch ehrerbietig, geschickt, unaufdringlich und meist auch leise serviert. Ein anderes Beispiel ist wie man sich bewegt und läuft, anmutig kniet, sowie dass man ein herunter gefallenes Ding besser durch Niederkauern als durch Bücken aufhebt.
Schließlich kommt Tsuju-chan zu Ausdrucksübungen des Gesichts und des Körpers, denn darüber zeigt sich Anmut und Schönheit einer Magd, erklärt sie. Ein bedeutender Teil der Ausbildung ist intimer und erotischer oder sexueller und sinnlicher Natur und erstreckt sich von Make-up, Körperschmuck, Kosmetik und Parfüms bis zu psychologischen und physischen Techniken, normalerweise eine Kombination von beiden, zur Befriedigung unserer Herren.
Viele erlernte Bewegungen gehören zum Ritual, zu der Symbiose des Herrn und der Magd. Es sind solche Kleinigkeiten, wie Hand-, Finger- oder Hüftbewegungen. Wir lernen aber auch die Bewegungen der Männer zu verstehen, ihr Interesse und ihre Wünsche aus diesen Winzigkeiten abzulesen. Mit zunehmender Übung kann eine Magd die Stimmungen und Wünsche ihres Herrn annähernd vorauszuahnen.
Schließlich habe ich mich an ein Shamisen getraut, dem Musikinstrument der Geishas. Es ist eine dreisaitige Laute, die man zupft. Bald kann ich einige japanische Melodien vortragen. Ich spiele alleine oder zur Erbauung der Herren auch gemeinsam mit Tsuju-chan und anderen Frauen, die dafür hinzukommen. Ich trage inzwischen die gleiche Mägdekleidung, wie ich sie zuerst bei Tsuju-chan gesehen habe, als der Shujin damals mit ihr an meinen Käfig getreten ist.
Man hat mir ebenfalls Ikebana beigebracht, das kunstvolle Arrangieren von Blumengestecken. Ich bin fasziniert, dass hinter allem eine Philosophie steckt.
Dabei verliere ich bald das Gefühl für den Kalender. Ich weiß nicht mehr, welches Datum wir aktuell haben und wieviel Zeit vergangen ist, seitdem ich in die Schule für Mägde gekommen bin. Mein früheres Leben liegt scheinbar Jahrhunderte zurück. Ich habe in der Zeit auch gute Fortschritte beim Erlernen der japanischen Sprache gemacht.
Inzwischen weiß ich auch, was die zwei Schriftzeichen bedeutet haben, die mich vor langer Zeit in meinem Appartement in Edmonton, Kanada, so in Aufruhr versetzt haben. Sie bedeuten Mei-Do, die japanische Bezeichnung für eine Magd.
Damit der Unterricht sich nicht bloß in der Theorie verliert, hat der Shujin einen seiner Männer hinzugeholt. Ihn soll ich nun auf vielerlei Arten erfreuen. Dabei geht es nicht vordergründig um Sex, sondern um den ?gehobenen Zeitvertreib?:
Ich soll ihm Musikstücke vorspielen, Lieder und Gedichte vortragen, ihn beim Speisen bedienen, ihm also eine gute Gesellschafterin sein. Vorher habe ich mich zurecht gemacht und Düfte aufgelegt. Ich stelle zu meiner Verblüffung fest, dass ich großen Spaß an meiner neuen Rolle im Leben habe.
Der Mann an sich ist doch ein seltsames Geschöpf! Er wünscht sich sowohl eine einzige Frau, die allein ihm gehört, als auch viele unterschiedliche Frauen. Aber vielleicht ersehnt er sich eine Frau, die ihm in vielen Rollen begegnet.
Einmal bin ich die unterwürfige Magd, dann wieder die gebildete Gesellschafterin. Inzwischen verstehe ich, warum meine Ausbildung so umfangreich gewesen ist.
*
Nakamura-San, der Shujin der Mägdeschule von der Ninkyo Dantai -ritterliche Organisation- in den Bergen Japans, hat mich mit anderen ausgebildeten Mägden ins Internet gestellt. Er hofft nun auf Interessenten. Einige der anderen Mägde, alles Japanerinnen, sind schon abgeholt worden. Ich bin anscheinend zu exotisch, um in einem Haushalt zu dienen.
Eines Tages wird die Luft von den Geräuschen eines Hubschraubers erfüllt. Ängstlich schaue ich Tsuju-chan, die persönliche Meido -Magd- des Shujin-Meisters- und ?Saisho? -Erste Magd- an, aber sie schüttelt nur beschwichtigend den Kopf. Der Hubschrauber landet vor dem Haus.
"Geh die Gäste begrüßen!" beauftragt sie mich. "Und führe sie in Nakamura-Sans Büro!"
Ich gehe als zur Haustür und öffne sie den ankommenden Herrschaften. Ich verbeuge mich tief und sage, indem ich den letzten Vokal langziehe, wie gelernt:
"Konnichiwa irasshaimaseeee -Guten Tag, willkommen-!"
Die Männer lächeln mir zu und sagen laut:
"O-jama shimasu -Ich störe jetzt-!"
Sie streifen ihre Schuhe ab und wechseln in die für Gäste stets bereitstehenden Hausschuhe. Ihre Schuhe stellen sie mit den Spitzen zum Eingang in die Nische. Nun frage ich nach einer weiteren Verbeugung:
"Darf ich die Herren führen?"
Ich gehe vor und geleite sie in das Büro des Shujin. Beim Eintreten steht dieser hinter seinem Schreibtisch auf und begrüßt die Gäste, drei Männer, herzlich. Mich schickt er in die Küche, ein Mittagessen für fünf Personen an den Esstisch in sein Büro zu bringen.
Sofort laufe ich in die Küche und schaue, was der Koch bereit hat. Dann belade ich ein Tablett mit dem erforderlichen Geschirr, dem Kästchen mit den Gewürzfläschchen und einer Schale mit ausreichend Essstäbchen. Damit beladen gehe ich zurück zum Büro und decke den Tisch. Dabei sehe ich, dass der Shujin seinen Hocker einem der Gäste überlassen und weitere vier Sitzkissen um den Tisch verteilt hat.
Beim Mittagessen kommt die Sprache auf mich. Als der Shujin mich den Gästen angepriesen hat, fordert mich der Gast auf dem Hocker auf, zu berichten, was ich alles kann. Während ich spreche, nickt er mehrmals und lächelt freundlich.
Nach dem Essen wollen die Gäste schnell aufbrechen. Sie sprechen davon, dass ihr Ziel über 1000 Kilometer entfernt liegt und sie heute noch ankommen möchten. Sie verabschieden sich herzlich, während ich fortgeschickt werde, um meine Sachen zu packen. Ich habe nicht viel: Nur das an Kleidung, was ich trage und die angebrochenen Kosmetika. Alles andere gehört der Schule.
Der Shujin begleitet die Männer und mich zur Haustüre.
"Bai bai," wünscht er, nachdem die Männer ihre Schuhe wieder angezogen haben.
Die Männer verlassen höflich lächelnd das Haus, geben den freundschaftlichen Abschiedsgruß zurück und der Mann, der vorhin auf dem Hocker des Shujin gesessen hat, ergänzt den Abschiedsgruß mit "O-jama shimashita -Ich habe gestört-".
Der Mann, der im Büro auf dem Hocker gesessen hat, ist sicher der Chef der anderen beiden Männer. Er wendet sich jetzt beim Einsteigen in den Quadrokopter auch an mich, indem er mir meinen Platz zuweist und mir die Handhabung des Kommunikationshelmes erklärt, den ich überziehen muss.
Es ist mir unangenehm, das Schlürfen direkt anzusprechen. So behelfe ich mich damit, dass ich die Lautstärke aus meiner Heimat nicht kenne. Nakamura-San lächelt und meint:
"Andere Länder, andere Sitten. Kennst du einen Mann namens Luther Martin?"
"Ja, Herr," bestätige ich nickend. "Das ist der Mann, auf den die Reformation des Christentums zurückgeht."
"Nun," meint der Shujin. "Dieser Mann soll bei Tisch gesagt haben ?Warum schlürfet und rülpset ihr nicht? Hat es euch nicht geschmacket?? Also war das geräuschvolle Essen zu seinen Lebzeiten ebenso üblich. Rülpsen gilt in Japan natürlich als unfein!"
Ich nicke und beschäftige mich nun mit meinem Essen.
Nach der Suppe überreicht Tsuju-chan dem Herrn Sushi vom Tablett. Wieder verteilt der Herr die Teller zuerst an sie, dann an mich und stellt den dritten Teller danach vor sich.
Anschließend bleibt der Herr noch eine Weile sitzen und trinkt seinen Tee langsam aus. Da Tsuju-chan es ihm gleich macht, trinke auch ich meine Schale schluckweise langsam leer.
Nach dem Mittagessen erhalte ich durch Tsuju-chan Unterricht im Führen der Essstäbchen, was ich bis zum Nachmittagstee leidlich beherrsche. Trotzdem fällt mir immer noch einmal etwas in die Schale zurück, weil ich die Stäbchen nicht richtig führe. Aber die Fehlversuche werden immer weniger. Während des Trainings frage ich sie, was ich mir unter den Kami vorstellen kann.
"Du hast ein Begriffsproblem?" fragt sie zurück. "In der westlichen Kultur haben alle Menschen Seelen. Für euch sind es Manifestationen von eurem Gott. Aus westlicher Sicht gesehen, verstehen wir alles in der Natur als beseelt. Für uns sind Kamis göttlich. Also kannst du ein Kami mit der Seele dieses Subjekts oder Objekts gleichsetzen!"
"Ah," mache ich und angele wieder mit meinen Stäbchen nach dem Teil in der Schale.
Nach dem Nachmittagstee, zu dem Gebäck gereicht wird. Muss ich wieder in den Trainingsraum zum Konditionstraining. Am Abend krieche ich, rechtschaffen müde in meinen Käfig und werfe die Decke über mich. Bald darauf falle ich in einen tiefen Schlaf.
Die nächsten Tage vergehen ähnlich. Bald erhalte ich Höschen und BH. Ich bin total stolz darauf. Inzwischen kann ich schon ganz gut waschen und bekomme dabei keinen Muskelkater mehr. Ich lerne auch die japanische Küche kennen und wie man die Gerichte schmackhaft zubereitet.
Natürlich erhalte ich auch Lektionen in Nähen und Putzen; aber auch, wie man am Tisch ehrerbietig, geschickt, unaufdringlich und meist auch leise serviert. Ein anderes Beispiel ist wie man sich bewegt und läuft, anmutig kniet, sowie dass man ein herunter gefallenes Ding besser durch Niederkauern als durch Bücken aufhebt.
Schließlich kommt Tsuju-chan zu Ausdrucksübungen des Gesichts und des Körpers, denn darüber zeigt sich Anmut und Schönheit einer Magd, erklärt sie. Ein bedeutender Teil der Ausbildung ist intimer und erotischer oder sexueller und sinnlicher Natur und erstreckt sich von Make-up, Körperschmuck, Kosmetik und Parfüms bis zu psychologischen und physischen Techniken, normalerweise eine Kombination von beiden, zur Befriedigung unserer Herren.
Viele erlernte Bewegungen gehören zum Ritual, zu der Symbiose des Herrn und der Magd. Es sind solche Kleinigkeiten, wie Hand-, Finger- oder Hüftbewegungen. Wir lernen aber auch die Bewegungen der Männer zu verstehen, ihr Interesse und ihre Wünsche aus diesen Winzigkeiten abzulesen. Mit zunehmender Übung kann eine Magd die Stimmungen und Wünsche ihres Herrn annähernd vorauszuahnen.
Schließlich habe ich mich an ein Shamisen getraut, dem Musikinstrument der Geishas. Es ist eine dreisaitige Laute, die man zupft. Bald kann ich einige japanische Melodien vortragen. Ich spiele alleine oder zur Erbauung der Herren auch gemeinsam mit Tsuju-chan und anderen Frauen, die dafür hinzukommen. Ich trage inzwischen die gleiche Mägdekleidung, wie ich sie zuerst bei Tsuju-chan gesehen habe, als der Shujin damals mit ihr an meinen Käfig getreten ist.
Man hat mir ebenfalls Ikebana beigebracht, das kunstvolle Arrangieren von Blumengestecken. Ich bin fasziniert, dass hinter allem eine Philosophie steckt.
Dabei verliere ich bald das Gefühl für den Kalender. Ich weiß nicht mehr, welches Datum wir aktuell haben und wieviel Zeit vergangen ist, seitdem ich in die Schule für Mägde gekommen bin. Mein früheres Leben liegt scheinbar Jahrhunderte zurück. Ich habe in der Zeit auch gute Fortschritte beim Erlernen der japanischen Sprache gemacht.
Inzwischen weiß ich auch, was die zwei Schriftzeichen bedeutet haben, die mich vor langer Zeit in meinem Appartement in Edmonton, Kanada, so in Aufruhr versetzt haben. Sie bedeuten Mei-Do, die japanische Bezeichnung für eine Magd.
Damit der Unterricht sich nicht bloß in der Theorie verliert, hat der Shujin einen seiner Männer hinzugeholt. Ihn soll ich nun auf vielerlei Arten erfreuen. Dabei geht es nicht vordergründig um Sex, sondern um den ?gehobenen Zeitvertreib?:
Ich soll ihm Musikstücke vorspielen, Lieder und Gedichte vortragen, ihn beim Speisen bedienen, ihm also eine gute Gesellschafterin sein. Vorher habe ich mich zurecht gemacht und Düfte aufgelegt. Ich stelle zu meiner Verblüffung fest, dass ich großen Spaß an meiner neuen Rolle im Leben habe.
Der Mann an sich ist doch ein seltsames Geschöpf! Er wünscht sich sowohl eine einzige Frau, die allein ihm gehört, als auch viele unterschiedliche Frauen. Aber vielleicht ersehnt er sich eine Frau, die ihm in vielen Rollen begegnet.
Einmal bin ich die unterwürfige Magd, dann wieder die gebildete Gesellschafterin. Inzwischen verstehe ich, warum meine Ausbildung so umfangreich gewesen ist.
*
Nakamura-San, der Shujin der Mägdeschule von der Ninkyo Dantai -ritterliche Organisation- in den Bergen Japans, hat mich mit anderen ausgebildeten Mägden ins Internet gestellt. Er hofft nun auf Interessenten. Einige der anderen Mägde, alles Japanerinnen, sind schon abgeholt worden. Ich bin anscheinend zu exotisch, um in einem Haushalt zu dienen.
Eines Tages wird die Luft von den Geräuschen eines Hubschraubers erfüllt. Ängstlich schaue ich Tsuju-chan, die persönliche Meido -Magd- des Shujin-Meisters- und ?Saisho? -Erste Magd- an, aber sie schüttelt nur beschwichtigend den Kopf. Der Hubschrauber landet vor dem Haus.
"Geh die Gäste begrüßen!" beauftragt sie mich. "Und führe sie in Nakamura-Sans Büro!"
Ich gehe als zur Haustür und öffne sie den ankommenden Herrschaften. Ich verbeuge mich tief und sage, indem ich den letzten Vokal langziehe, wie gelernt:
"Konnichiwa irasshaimaseeee -Guten Tag, willkommen-!"
Die Männer lächeln mir zu und sagen laut:
"O-jama shimasu -Ich störe jetzt-!"
Sie streifen ihre Schuhe ab und wechseln in die für Gäste stets bereitstehenden Hausschuhe. Ihre Schuhe stellen sie mit den Spitzen zum Eingang in die Nische. Nun frage ich nach einer weiteren Verbeugung:
"Darf ich die Herren führen?"
Ich gehe vor und geleite sie in das Büro des Shujin. Beim Eintreten steht dieser hinter seinem Schreibtisch auf und begrüßt die Gäste, drei Männer, herzlich. Mich schickt er in die Küche, ein Mittagessen für fünf Personen an den Esstisch in sein Büro zu bringen.
Sofort laufe ich in die Küche und schaue, was der Koch bereit hat. Dann belade ich ein Tablett mit dem erforderlichen Geschirr, dem Kästchen mit den Gewürzfläschchen und einer Schale mit ausreichend Essstäbchen. Damit beladen gehe ich zurück zum Büro und decke den Tisch. Dabei sehe ich, dass der Shujin seinen Hocker einem der Gäste überlassen und weitere vier Sitzkissen um den Tisch verteilt hat.
Beim Mittagessen kommt die Sprache auf mich. Als der Shujin mich den Gästen angepriesen hat, fordert mich der Gast auf dem Hocker auf, zu berichten, was ich alles kann. Während ich spreche, nickt er mehrmals und lächelt freundlich.
Nach dem Essen wollen die Gäste schnell aufbrechen. Sie sprechen davon, dass ihr Ziel über 1000 Kilometer entfernt liegt und sie heute noch ankommen möchten. Sie verabschieden sich herzlich, während ich fortgeschickt werde, um meine Sachen zu packen. Ich habe nicht viel: Nur das an Kleidung, was ich trage und die angebrochenen Kosmetika. Alles andere gehört der Schule.
Der Shujin begleitet die Männer und mich zur Haustüre.
"Bai bai," wünscht er, nachdem die Männer ihre Schuhe wieder angezogen haben.
Die Männer verlassen höflich lächelnd das Haus, geben den freundschaftlichen Abschiedsgruß zurück und der Mann, der vorhin auf dem Hocker des Shujin gesessen hat, ergänzt den Abschiedsgruß mit "O-jama shimashita -Ich habe gestört-".
Der Mann, der im Büro auf dem Hocker gesessen hat, ist sicher der Chef der anderen beiden Männer. Er wendet sich jetzt beim Einsteigen in den Quadrokopter auch an mich, indem er mir meinen Platz zuweist und mir die Handhabung des Kommunikationshelmes erklärt, den ich überziehen muss.
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