Montag, 3. Januar 2022
Cuiraraill -29-
hermann-jpmt, 10:40h
Er zeigt uns Ballen aufeinandergelegtem Pepa'irasa. Sie fertigen auch Matten aus den Stengeln, die man aufgeschnitten hat, um an das Mark zu kommen. Sorgfältig nebeneinandergelegt und mit Bändern aus Stoff fixiert, können sie ohne Weiteres mit den Tatami, den japanischen Reisstrohmatten mithalten.
Aus den Fasern fertigen die Pepa-Bauern Seile verschiedener Durchmesser. Körbe und andere Alltagsgegenstände entstehen aus Seilen dünnerer Durchmesser. Segel für ihre Flöße, die aus mehreren aneinandergebundenen 'Pferdchen' bestehen, entstehen aus Matten anderer Abmessungen.
Curadh Eamon fragt, ob der großen Anzahl der Produkte:
"Wie vermehren Sie das Pepa eigentlich? Müssen Sie es jedes Jahr aussäen, wie Getreide?"
Master Naresh schüttelt lächelnd den Kopf. Er erklärt:
"Das Schilf muss bewirtschaftet werden, sonst würde es uns 'über den Kopf wachsen'. Es bildet unter Wasser Kriechwurzeln, aus dem Sprossen zum Licht wachsen."
"Ah," meint Curadh Eamon. "Das Pepa ist also ein nachwachsender Rohstoff. Sie profitieren von der Natur, in der Sie leben!"
"Im Grunde ja, bis auf Naturkatastrophen, wie Tsunamis. Ich denke, dass die Pepa-Inseln dann ziemlich weit ins Landesinnere geschwemmt werden und aufgegeben werden müssen. Wir werden uns dann Neue bauen."
"Hm, das sehe ich ein."
Wir beladen unser Beiboot mit einer Auswahl an Produkten. Dabei fällt mir ein Material auf, als dem ein Teil der Textilien bestehen. Die Leute haben auch Taschen und andere Dinge aus dem Material. Ich fasse es an und reibe es zwischen den Fingern. Es fühlt sich an wie Leder, ist aber sehr dünn. Als ich meinen Curadh darauf aufmerksam mache, nickt er mir lächelnd zu. Er sagt:
"Dank Master Schmidt kennen sie hier auch das Fischleder und was man alles daraus machen kann."
*
Zurück in Khulna laden wir die Handelsware auf die Nef um und hieven das Beiboot an Deck, wo es kieloben vertäut wird. Danach verabschieden wir uns von den freundlichen Leuten und lösen auch unsere Taue von der Kaimauer in Khulna. Bald darauf segeln wir im Indischen Ozean.
Curadh Eamon öffnet Skype und sendet eine Anfrage. Danach soll ich in der Nähe des Laptops bleiben, während er zum Steuermann an Deck geht. Plötzlich meldet sich das Gerät mit einem Piepston. Also gehe ich den Niedergang unter dem Heckkastell hoch und melde den Kontaktversuch weiter. Mein Curadh bedankt sich und folgt mir unter Deck. Er öffnet Skype und sagt:
"Konnichiwa -Guten Tag-! Iarla Eamon Chiarraí desu -Ich bin Graf Edmund Kerry-. Dozo yoroshiku -Ich bitte um ihre Freundlichkeit-."
Ich höre mit. Es meldet sich eine weibliche Stimme.
"Konnichiwaaaa. Don?na goyodeshou ka -Guten Tag. Wie kann ich Ihnen helfen-?"
"Hallo. Ich grüße sie aus Bangla Desh. Wir sind gerade von Prabal Jagan gestartet und wollen in einigen Wochen die Bunrei no Shima besuchen. Dazu gebe ich alle paar Tage eine Standortmeldung durch, damit Sie informiert sind."
"Das können Sie gerne machen, Chiarraí-Sama. Ich sage Tanaka-San Bescheid!"
"Arigatou gozaimasu -Vielen Dank-!"
Anschließend bereite ich das Essen zu, das die Mannschaft in Schichten einnimmt, damit alle Stationen auf der Nef ständig besetzt bleiben.
Einige Wochen später, nachdem wir mehrmals Frischwasser und Lebensmittel an Bord genommen haben, nähern wir uns den japanischen Gewässern. Eines Tages kommt einer der jungen Männer aus unserer Besatzung in die Kabine und meldet:
"Méara Chiarraí, wir nähern uns der Bunrei no Shima!"
"Danke!" antwortet mein Curadh und erhebt sich.
Er kommt zu mir und fragt, ob ich mir die Annäherung an unser Ziel anschauen möchte. Gerne nehme ich das Angebot wahr und so stehen wir bald alle unter dem Achterkastell und sehen ein Gebilde wie eine Riesenschildkröte langsam größer werden. Es ist strahlend weiß, unterbrochen von vielen grünen Bändern. Über der regelmäßigen Rundung schauen Baumkronen hervor.
Der Curadh meldet sich mit seinem Handy und erreicht einen Mann, der uns auf eine halbrunde Öffnung aufmerksam macht, hinter der sich die Anlegestellen befinden. Wir umrunden die Insel zu beinahe dreiviertel bis wir erkennen, was der Mann meint. Curadh Eamon lässt die Mitte der Öffnung ansteuern. Einen Mann schickt er den Mast hoch, damit er uns anzeigt, ob wir in die Öffnung passen. Dann fährt er das Segel in den Mast und tastet sich mit einem Elektromotor langsam hinein.
Drinnen lässt Curadh Eamon eine freie Anlegestelle ansteuern und dort festmachen.
*
Aus den Fasern fertigen die Pepa-Bauern Seile verschiedener Durchmesser. Körbe und andere Alltagsgegenstände entstehen aus Seilen dünnerer Durchmesser. Segel für ihre Flöße, die aus mehreren aneinandergebundenen 'Pferdchen' bestehen, entstehen aus Matten anderer Abmessungen.
Curadh Eamon fragt, ob der großen Anzahl der Produkte:
"Wie vermehren Sie das Pepa eigentlich? Müssen Sie es jedes Jahr aussäen, wie Getreide?"
Master Naresh schüttelt lächelnd den Kopf. Er erklärt:
"Das Schilf muss bewirtschaftet werden, sonst würde es uns 'über den Kopf wachsen'. Es bildet unter Wasser Kriechwurzeln, aus dem Sprossen zum Licht wachsen."
"Ah," meint Curadh Eamon. "Das Pepa ist also ein nachwachsender Rohstoff. Sie profitieren von der Natur, in der Sie leben!"
"Im Grunde ja, bis auf Naturkatastrophen, wie Tsunamis. Ich denke, dass die Pepa-Inseln dann ziemlich weit ins Landesinnere geschwemmt werden und aufgegeben werden müssen. Wir werden uns dann Neue bauen."
"Hm, das sehe ich ein."
Wir beladen unser Beiboot mit einer Auswahl an Produkten. Dabei fällt mir ein Material auf, als dem ein Teil der Textilien bestehen. Die Leute haben auch Taschen und andere Dinge aus dem Material. Ich fasse es an und reibe es zwischen den Fingern. Es fühlt sich an wie Leder, ist aber sehr dünn. Als ich meinen Curadh darauf aufmerksam mache, nickt er mir lächelnd zu. Er sagt:
"Dank Master Schmidt kennen sie hier auch das Fischleder und was man alles daraus machen kann."
*
Zurück in Khulna laden wir die Handelsware auf die Nef um und hieven das Beiboot an Deck, wo es kieloben vertäut wird. Danach verabschieden wir uns von den freundlichen Leuten und lösen auch unsere Taue von der Kaimauer in Khulna. Bald darauf segeln wir im Indischen Ozean.
Curadh Eamon öffnet Skype und sendet eine Anfrage. Danach soll ich in der Nähe des Laptops bleiben, während er zum Steuermann an Deck geht. Plötzlich meldet sich das Gerät mit einem Piepston. Also gehe ich den Niedergang unter dem Heckkastell hoch und melde den Kontaktversuch weiter. Mein Curadh bedankt sich und folgt mir unter Deck. Er öffnet Skype und sagt:
"Konnichiwa -Guten Tag-! Iarla Eamon Chiarraí desu -Ich bin Graf Edmund Kerry-. Dozo yoroshiku -Ich bitte um ihre Freundlichkeit-."
Ich höre mit. Es meldet sich eine weibliche Stimme.
"Konnichiwaaaa. Don?na goyodeshou ka -Guten Tag. Wie kann ich Ihnen helfen-?"
"Hallo. Ich grüße sie aus Bangla Desh. Wir sind gerade von Prabal Jagan gestartet und wollen in einigen Wochen die Bunrei no Shima besuchen. Dazu gebe ich alle paar Tage eine Standortmeldung durch, damit Sie informiert sind."
"Das können Sie gerne machen, Chiarraí-Sama. Ich sage Tanaka-San Bescheid!"
"Arigatou gozaimasu -Vielen Dank-!"
Anschließend bereite ich das Essen zu, das die Mannschaft in Schichten einnimmt, damit alle Stationen auf der Nef ständig besetzt bleiben.
Einige Wochen später, nachdem wir mehrmals Frischwasser und Lebensmittel an Bord genommen haben, nähern wir uns den japanischen Gewässern. Eines Tages kommt einer der jungen Männer aus unserer Besatzung in die Kabine und meldet:
"Méara Chiarraí, wir nähern uns der Bunrei no Shima!"
"Danke!" antwortet mein Curadh und erhebt sich.
Er kommt zu mir und fragt, ob ich mir die Annäherung an unser Ziel anschauen möchte. Gerne nehme ich das Angebot wahr und so stehen wir bald alle unter dem Achterkastell und sehen ein Gebilde wie eine Riesenschildkröte langsam größer werden. Es ist strahlend weiß, unterbrochen von vielen grünen Bändern. Über der regelmäßigen Rundung schauen Baumkronen hervor.
Der Curadh meldet sich mit seinem Handy und erreicht einen Mann, der uns auf eine halbrunde Öffnung aufmerksam macht, hinter der sich die Anlegestellen befinden. Wir umrunden die Insel zu beinahe dreiviertel bis wir erkennen, was der Mann meint. Curadh Eamon lässt die Mitte der Öffnung ansteuern. Einen Mann schickt er den Mast hoch, damit er uns anzeigt, ob wir in die Öffnung passen. Dann fährt er das Segel in den Mast und tastet sich mit einem Elektromotor langsam hinein.
Drinnen lässt Curadh Eamon eine freie Anlegestelle ansteuern und dort festmachen.
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