Freitag, 10. September 2021
Yamato Nadeshiko -126-
hermann-jpmt, 11:29h
Wir verbringen noch wunderbare zwei Wochen auf der Bunrei no Shima bei meiner lieben Schwester Moe-chan und meinem Schwager Tanaka-San. Ich spreche das Thema auch mit meiner älteren Schwester durch und frage nach der Bedeutung des Rituals beim Austeilen des Essens.
Sie erklärt, dass die Nadeshiko dem Herrn, der diese Bezeichnung wirklich verdient, gerne dient und sich um sein Wohl sorgt. Gleichzeitig kümmert sich ein verantwortungsbewusster Herr um das Wohl seiner Nadeshiko. Das äußert sich für Außenstehende am deutlichsten darin, dass sie ihn bedient, er aber sie sich selbst vorzieht. Er kommt erst nach ihr dran, in seinem Weltverständnis.
*
Wieder holen uns der ältere Herr und die Ushiro kara yuga ?'Gnädige von hinten' (Herrin) mit der großen Yacht ab und erreichen erst am darauffolgenden Tag Maizuru.
Die junge Herrin tritt viel selbstbewusster auf. Das Haus Amatsuka freut sich, dass sie ihre Depression überwunden hat. Sie schreibt sich zum Beginn des nächsten Semesters an der renommierten Women's University in Kyoto ein. Dazu beziehen wir dann ein Zwei-Zimmer-Appartement in der alten Kaiserstadt in der Nähe der Universität und ich schlafe wieder wie gewohnt im dortigen Wandschrank, in unmittelbarer Nähe der Herrin.
Ein Jahr vor Ende des Studiums bringt sie einen Mann im Alter von Tanaka-San herein, der sie nachhause begleitet hat. Er hat wirklich vorzügliche Umgangsformen! Sie bietet ihm an, noch zum Tee zu bleiben. Ich bereite in der Küche eine Kanne Tee zu und bringe den Tee mit einer Schale süßem Gebäck an den Tisch. Der Mann bleibt eine Stunde, in der sich die Gespräche um ihrer beiden Studieninhalte drehen.
Zum Abschied neigt er leicht seinen Kopf und sagt danach zu der jungen Herrin:
"Mata aimasho -Werden wir uns wiedersehen-?"
Sie antwortet ihm mit einer Verbeugung und sagt:
"Kyo wa jinsei de ichiban tanoshikatta -Heute hatte ich den schönsten Tag meines Lebens-."
Dann meint er höflich:
"O-jama shimashita -Ich habe gestört-."
Anschließend verlässt er uns.
Kaum ist er draußen, kommt die Herrin zu mir und fragt mich:
"Was hältst du von ihm?"
Ich schaue sie an und entgegne ihr:
"Leider kann ich das aus der kurzen Begegnung nicht ableiten, Herrin. Sie wissen, dass eine Prüfung umfangreich sein muss und Zeit braucht, damit es keine Eintagsfliege wird."
"Ja, leider," antwortet sie mir.
Ich gehe vor der Herrin auf die Knie, senke den Blick und sage:
"Ich bitte Sie, sich nicht von Gefühlen leiten zu lassen und den gleichen Fehler zu machen, wie vor Jahren, bevor ich zu Ihnen kam."
"Meine Momoi-chan!" sagt sie seufzend. "Was täte ich nur ohne dich!"
Sie hat danach noch zwei Bekanntschaften. Wochen danach berichtet sie mir von einem jungen Mann, der die Charaktereigenschaften der alten Samurai verinnerlicht zu haben scheint. Er ist altmodisch charmant und respektvoll, behandelt sie wie eine Königin.
"Nun müssen Sie nur noch herausfinden, ob er gewillt ist Verantwortung zu übernehmen," schlage ich der Herrin vor.
"Wie mache ich das möglichst unauffällig, Momoi-chan?"
"Versuchen Sie, ihn darum zu bitten, etwas für Sie zu tun. Möglichst bei ganz banalen Angelegenheiten, die für Sie eigentlich selbstverständlich sind und Sie werden sehen, wie er reagiert. Lassen Sie ihn Verantwortung für Sie übernehmen, wo Sie im Ernstfall noch selbst das Handeln übernehmen würden. Wenn Sie ihn machen lassen können und er es gern macht, dann haben Sie den gesuchten Herzens-Prinzen entdeckt."
"Und dann?"
"Tja. Dann haben wir da einen verantwortungsvollen Mann, der kein elender Macho ist und eine Yamato Nadeshiko, die sich ineinander verlieben. Deren Beziehung vergleichbar ist wie die Ihrer ehrenwerten Schwester zu ihrem Mann," antworte ich und zwinkere ihr zu.
"Momoi-chan, du bist wirklich romantisch."
Wir lachen einander an. Gesellschaftlich passen beide jedenfalls gut zueinander. Der junge Mann ist zweiter Sohn eines Geschäftsmannes. Sein älterer Bruder wird die Firma seines Vaters übernehmen. Wenn Amatsuka-Sama, der ehrenwerte Otou-San -Vater- der jungen Herrin seinen Segen gibt, kann bald die Verlobung gefeiert werden.
*
Wie in allen Semesterferien verbringen wir auch die aktuellen Ferien in der elterlichen Villa in Maizuru. Die junge Herrin hat ihre Oka-San -Mutter- darüber informiert, dass sie seit kurzem einen Tomo -Freund- hat, mit dem sie sich gut versteht. Natürlich will die Herrin alles über den jungen Mann erfahren. Die junge Herrin erzählt ihr von ihm und sagt, dass der junge Mann am kommenden Sonntag erscheinen will, um sich den ehrenwerten Eltern vorzustellen.
Die junge Herrin ist seit dem Frühstück 'völlig aus dem Häuschen'. Ich versuche sie als gute Gesellschafterin abzulenken, aber es will mir nicht recht gelingen. Also schlage ich ihr nach dem Mittagessen eine umfangreiche Wellness-Behandlung vor.
"Takahashi-San kommt doch heute?" fragt sie.
"Ich bin mir sicher!" antworte ich ihr. "Der ehrenwerte Takahashi-San ist ein Mann, der zu seinem Wort steht."
Dabei nicke ich ihr lächelnd zu und krempele die Ärmel meines Zofengewandes hoch.
Nach meiner Antwort wird sie ein wenig ruhiger. Sie deckt sich wohl auch mit ihrem eigenen Eindruck.
Ich lasse ihr ein Bad ein und verrühre wohlriechendes Öl im warmen Wasser. Danach steigt sie in die freistehende Wanne. Ich habe ein fahrbares Regal herangerollt. Auf der obersten Ablage in Tischhöhe stehen Fläschchen mit den verschiedensten Essenzen und ein Naturschwamm. Darunter liegen flauschige Tücher.
Zuerst wasche ich ihr die Haare. Danach durchfeuchte ich den Schwamm und trage ein Körperöl auf, dass ich nun in Hals, Nacken und Dekolleté einmassiere, während die Herrin sich mit einem Waschhandschuh um ihre intimeren Körperregionen kümmert.
Sie erklärt, dass die Nadeshiko dem Herrn, der diese Bezeichnung wirklich verdient, gerne dient und sich um sein Wohl sorgt. Gleichzeitig kümmert sich ein verantwortungsbewusster Herr um das Wohl seiner Nadeshiko. Das äußert sich für Außenstehende am deutlichsten darin, dass sie ihn bedient, er aber sie sich selbst vorzieht. Er kommt erst nach ihr dran, in seinem Weltverständnis.
*
Wieder holen uns der ältere Herr und die Ushiro kara yuga ?'Gnädige von hinten' (Herrin) mit der großen Yacht ab und erreichen erst am darauffolgenden Tag Maizuru.
Die junge Herrin tritt viel selbstbewusster auf. Das Haus Amatsuka freut sich, dass sie ihre Depression überwunden hat. Sie schreibt sich zum Beginn des nächsten Semesters an der renommierten Women's University in Kyoto ein. Dazu beziehen wir dann ein Zwei-Zimmer-Appartement in der alten Kaiserstadt in der Nähe der Universität und ich schlafe wieder wie gewohnt im dortigen Wandschrank, in unmittelbarer Nähe der Herrin.
Ein Jahr vor Ende des Studiums bringt sie einen Mann im Alter von Tanaka-San herein, der sie nachhause begleitet hat. Er hat wirklich vorzügliche Umgangsformen! Sie bietet ihm an, noch zum Tee zu bleiben. Ich bereite in der Küche eine Kanne Tee zu und bringe den Tee mit einer Schale süßem Gebäck an den Tisch. Der Mann bleibt eine Stunde, in der sich die Gespräche um ihrer beiden Studieninhalte drehen.
Zum Abschied neigt er leicht seinen Kopf und sagt danach zu der jungen Herrin:
"Mata aimasho -Werden wir uns wiedersehen-?"
Sie antwortet ihm mit einer Verbeugung und sagt:
"Kyo wa jinsei de ichiban tanoshikatta -Heute hatte ich den schönsten Tag meines Lebens-."
Dann meint er höflich:
"O-jama shimashita -Ich habe gestört-."
Anschließend verlässt er uns.
Kaum ist er draußen, kommt die Herrin zu mir und fragt mich:
"Was hältst du von ihm?"
Ich schaue sie an und entgegne ihr:
"Leider kann ich das aus der kurzen Begegnung nicht ableiten, Herrin. Sie wissen, dass eine Prüfung umfangreich sein muss und Zeit braucht, damit es keine Eintagsfliege wird."
"Ja, leider," antwortet sie mir.
Ich gehe vor der Herrin auf die Knie, senke den Blick und sage:
"Ich bitte Sie, sich nicht von Gefühlen leiten zu lassen und den gleichen Fehler zu machen, wie vor Jahren, bevor ich zu Ihnen kam."
"Meine Momoi-chan!" sagt sie seufzend. "Was täte ich nur ohne dich!"
Sie hat danach noch zwei Bekanntschaften. Wochen danach berichtet sie mir von einem jungen Mann, der die Charaktereigenschaften der alten Samurai verinnerlicht zu haben scheint. Er ist altmodisch charmant und respektvoll, behandelt sie wie eine Königin.
"Nun müssen Sie nur noch herausfinden, ob er gewillt ist Verantwortung zu übernehmen," schlage ich der Herrin vor.
"Wie mache ich das möglichst unauffällig, Momoi-chan?"
"Versuchen Sie, ihn darum zu bitten, etwas für Sie zu tun. Möglichst bei ganz banalen Angelegenheiten, die für Sie eigentlich selbstverständlich sind und Sie werden sehen, wie er reagiert. Lassen Sie ihn Verantwortung für Sie übernehmen, wo Sie im Ernstfall noch selbst das Handeln übernehmen würden. Wenn Sie ihn machen lassen können und er es gern macht, dann haben Sie den gesuchten Herzens-Prinzen entdeckt."
"Und dann?"
"Tja. Dann haben wir da einen verantwortungsvollen Mann, der kein elender Macho ist und eine Yamato Nadeshiko, die sich ineinander verlieben. Deren Beziehung vergleichbar ist wie die Ihrer ehrenwerten Schwester zu ihrem Mann," antworte ich und zwinkere ihr zu.
"Momoi-chan, du bist wirklich romantisch."
Wir lachen einander an. Gesellschaftlich passen beide jedenfalls gut zueinander. Der junge Mann ist zweiter Sohn eines Geschäftsmannes. Sein älterer Bruder wird die Firma seines Vaters übernehmen. Wenn Amatsuka-Sama, der ehrenwerte Otou-San -Vater- der jungen Herrin seinen Segen gibt, kann bald die Verlobung gefeiert werden.
*
Wie in allen Semesterferien verbringen wir auch die aktuellen Ferien in der elterlichen Villa in Maizuru. Die junge Herrin hat ihre Oka-San -Mutter- darüber informiert, dass sie seit kurzem einen Tomo -Freund- hat, mit dem sie sich gut versteht. Natürlich will die Herrin alles über den jungen Mann erfahren. Die junge Herrin erzählt ihr von ihm und sagt, dass der junge Mann am kommenden Sonntag erscheinen will, um sich den ehrenwerten Eltern vorzustellen.
Die junge Herrin ist seit dem Frühstück 'völlig aus dem Häuschen'. Ich versuche sie als gute Gesellschafterin abzulenken, aber es will mir nicht recht gelingen. Also schlage ich ihr nach dem Mittagessen eine umfangreiche Wellness-Behandlung vor.
"Takahashi-San kommt doch heute?" fragt sie.
"Ich bin mir sicher!" antworte ich ihr. "Der ehrenwerte Takahashi-San ist ein Mann, der zu seinem Wort steht."
Dabei nicke ich ihr lächelnd zu und krempele die Ärmel meines Zofengewandes hoch.
Nach meiner Antwort wird sie ein wenig ruhiger. Sie deckt sich wohl auch mit ihrem eigenen Eindruck.
Ich lasse ihr ein Bad ein und verrühre wohlriechendes Öl im warmen Wasser. Danach steigt sie in die freistehende Wanne. Ich habe ein fahrbares Regal herangerollt. Auf der obersten Ablage in Tischhöhe stehen Fläschchen mit den verschiedensten Essenzen und ein Naturschwamm. Darunter liegen flauschige Tücher.
Zuerst wasche ich ihr die Haare. Danach durchfeuchte ich den Schwamm und trage ein Körperöl auf, dass ich nun in Hals, Nacken und Dekolleté einmassiere, während die Herrin sich mit einem Waschhandschuh um ihre intimeren Körperregionen kümmert.
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