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Sonntag, 12. Dezember 2021
Cuiraraill -18-
hermann-jpmt, 12:23h
Nachdem Herr Franck mir eröffnet hat, dass seine Magd Mary mir alles vermittelt hat was sie selbst weiß, soll ich am Abend des Tages ein Bankett für vier Personen organisieren mit allem was dazu gehört. Mary schaut mir zwar über die Schulter und hilft mir beim Tragen, aber sie lässt mich selbstständig wirken.
Wir gehen nicht wie üblich zum Abendessen in Herrn Looses Taverne. Stattdessen arbeitet Herr Franck an einer Skulptur in der Werkstatt und wir, Mary und ich, Lara, bereiten das Bankett vor. Im Vorfeld habe ich Mary gefragt, welche Farben ich für die Dekoration nehmen kann.
"Nimm ruhig die Farben Grün, Weiß und Orange, Lara," hat sie mir geraten.
Entsprechend habe ich die Blumen für die Dekoration ausgesucht. Auch habe ich mit Hilfe von Mary Tücher in den drei Farben besorgt und damit Wände und Decke der Essecke drapiert, immer darauf bedacht Blumen einer anderen Farbe vor der textilen Deko zu platzieren.
Danach gehen wir zu Gabi und lassen uns das Essen vom heutigen Abend geben. Wir tragen eine Kasserolle mit Lammfleisch, Zwiebeln und Kartoffeln, bemessen für vier Personen zu Herrn Francks Haus. Ein Fässchen mit Bier gehört auch dazu. Ich wundere mich, als ich die Aufschrift lese. Dass die Taverne auch Guinness im Angebot hat, ist mir bisher noch nicht bekannt gewesen.
Als das Fest beginnen soll, ist der geheimnisvolle Gast immer noch nicht anwesend. Ich schaue unsicher zu Mary. Aber sie lässt sich nichts anmerken. Sie bestückt gerade den CD-Player. Natürlich, Musik gehört zu einem gelungenen Bankett dazu. Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass sie meinen Fehler stillschweigend ausbügelt.
Plötzlich klingelt es an der Tür.
"Geh den Gast begrüßen!" beauftragt mich Mary nun. "Und führe ihn an die Tafel!"
Ich gehe also zur Haustür und öffne sie für den Ankömmling. Vor mir steht Seine Lordschaft, der Earl of Chiarraí. Fast vergesse ich mich. Eine Sekunde brauche ich, dann vollführe ich einen Curtsey -Hofknicks- und sage mit niedergeschlagenem Blick:
"Guten Abend, Seine Lordschaft! Willkommen in dieser bescheidenen Unterkunft!"
In mir tobt ein Sturm von Gefühlen. Ich muss mich sehr zusammenreißen, als ich ihm jetzt den Eingang frei mache. 'Iarla Eamon Ciaraí', wie er auf Irisch genannt wird, betritt das Haus mit einem breiten Lächeln. Er wechselt seine Straßenschuhe gegen Hausschuhe aus dem Schuhregal neben der Eingangstüre. Mary hat inzwischen Herrn Franck informiert, der nun hinzutritt.
"Hallo, Ihre Lordschaft! Seien Sie gegrüßt in meiner bescheidenen Hütte!" sagt er lächelnd zu Eamon und verbeugt sich leicht.
Danach macht er eine einladende Handbewegung und dreht sich in Richtung des Essplatzes um. Dort lassen sich die Herren auf zwei Armlehnstühle nieder, die sie an den Tisch heranschieben. Earl Eamon Chiarraí blickt sich um. Die bunten Bänder verbreiten festliche Stimmung, die Lampen sind hübsch anzuschauen, ebenso die Blumen, die einen angenehmen Duft verströmen.
Nun schenke ich Tee aus und bemühe mich dabei in meinen Bewegungen alles zur Zufriedenheit der Herren und meiner 'großen Schwester' Mary zu machen.
Die erste Tasse erhält der Hausherr, der sie an den Gast weitergibt. Der Earl stellt sie neben sich auf den Tisch. Herr Franck erhält die nächste Tasse. Wieder reicht er sie an den Gast weiter. Die dritte Tasse stellt Herr Franck vor Mary, die auf der anderen Seite neben ihm auf einem Hocker Platz genommen hat. Erst die vierte Tasse platziert er vor sich. Nun bringe ich eine neue Kanne an den Tisch und stelle sie vor den Hausherrn, um danach neben Eamon in den Kniesitz zu gehen.
Der Earl erkundigt sich nun beim Tee, wie ich mich während der Ausbildung gemacht habe. Mary und Herr Franck loben mich sehr, zeigen aber auch einige Schwächen auf. Ich fühle meine Wangen warm werden, während dieser Unterredung.
Schließlich meint Herr Franck:
"Lara, du darfst nun die Speisen servieren."
Ich erhebe mich und gehe in den Nebenraum, wo wir das Menü warmgehalten haben. Zuerst bringe ich die Platte mit dem Lammfleisch in einem Bett aus Zwiebeln und Kartoffeln an den Tisch. Danach gehe ich noch einmal zurück und trage das Fässchen Guinness herbei.
Mary ist währenddessen ebenfalls aufgestanden und hat Kannen und Tassen zur Spüle gebracht, um danach Teller und Besteck auf dem Tisch zu verteilen. Nun ist es wieder mein Part, die Herren am Tisch zu bedienen. Ich fülle die Teller und gebe sie nacheinander Herrn Franck, der sie in der gleichen Art und Weise wie vorhin die Tassen mit Tee am Tisch verteilt.
Earl Chiarraís Augen leuchten. Er freut sich sicher über das heimische Gericht. Anschließend fülle ich Gläser mit Guinness aus dem Fass. Nach einiger Zeit, in der man nur die Geräusche von Messern und Gabeln vernimmt, äußert sich der Earl kurz, indem er den Geschmack lobt:
"Lecker!"
Wir gehen nicht wie üblich zum Abendessen in Herrn Looses Taverne. Stattdessen arbeitet Herr Franck an einer Skulptur in der Werkstatt und wir, Mary und ich, Lara, bereiten das Bankett vor. Im Vorfeld habe ich Mary gefragt, welche Farben ich für die Dekoration nehmen kann.
"Nimm ruhig die Farben Grün, Weiß und Orange, Lara," hat sie mir geraten.
Entsprechend habe ich die Blumen für die Dekoration ausgesucht. Auch habe ich mit Hilfe von Mary Tücher in den drei Farben besorgt und damit Wände und Decke der Essecke drapiert, immer darauf bedacht Blumen einer anderen Farbe vor der textilen Deko zu platzieren.
Danach gehen wir zu Gabi und lassen uns das Essen vom heutigen Abend geben. Wir tragen eine Kasserolle mit Lammfleisch, Zwiebeln und Kartoffeln, bemessen für vier Personen zu Herrn Francks Haus. Ein Fässchen mit Bier gehört auch dazu. Ich wundere mich, als ich die Aufschrift lese. Dass die Taverne auch Guinness im Angebot hat, ist mir bisher noch nicht bekannt gewesen.
Als das Fest beginnen soll, ist der geheimnisvolle Gast immer noch nicht anwesend. Ich schaue unsicher zu Mary. Aber sie lässt sich nichts anmerken. Sie bestückt gerade den CD-Player. Natürlich, Musik gehört zu einem gelungenen Bankett dazu. Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass sie meinen Fehler stillschweigend ausbügelt.
Plötzlich klingelt es an der Tür.
"Geh den Gast begrüßen!" beauftragt mich Mary nun. "Und führe ihn an die Tafel!"
Ich gehe also zur Haustür und öffne sie für den Ankömmling. Vor mir steht Seine Lordschaft, der Earl of Chiarraí. Fast vergesse ich mich. Eine Sekunde brauche ich, dann vollführe ich einen Curtsey -Hofknicks- und sage mit niedergeschlagenem Blick:
"Guten Abend, Seine Lordschaft! Willkommen in dieser bescheidenen Unterkunft!"
In mir tobt ein Sturm von Gefühlen. Ich muss mich sehr zusammenreißen, als ich ihm jetzt den Eingang frei mache. 'Iarla Eamon Ciaraí', wie er auf Irisch genannt wird, betritt das Haus mit einem breiten Lächeln. Er wechselt seine Straßenschuhe gegen Hausschuhe aus dem Schuhregal neben der Eingangstüre. Mary hat inzwischen Herrn Franck informiert, der nun hinzutritt.
"Hallo, Ihre Lordschaft! Seien Sie gegrüßt in meiner bescheidenen Hütte!" sagt er lächelnd zu Eamon und verbeugt sich leicht.
Danach macht er eine einladende Handbewegung und dreht sich in Richtung des Essplatzes um. Dort lassen sich die Herren auf zwei Armlehnstühle nieder, die sie an den Tisch heranschieben. Earl Eamon Chiarraí blickt sich um. Die bunten Bänder verbreiten festliche Stimmung, die Lampen sind hübsch anzuschauen, ebenso die Blumen, die einen angenehmen Duft verströmen.
Nun schenke ich Tee aus und bemühe mich dabei in meinen Bewegungen alles zur Zufriedenheit der Herren und meiner 'großen Schwester' Mary zu machen.
Die erste Tasse erhält der Hausherr, der sie an den Gast weitergibt. Der Earl stellt sie neben sich auf den Tisch. Herr Franck erhält die nächste Tasse. Wieder reicht er sie an den Gast weiter. Die dritte Tasse stellt Herr Franck vor Mary, die auf der anderen Seite neben ihm auf einem Hocker Platz genommen hat. Erst die vierte Tasse platziert er vor sich. Nun bringe ich eine neue Kanne an den Tisch und stelle sie vor den Hausherrn, um danach neben Eamon in den Kniesitz zu gehen.
Der Earl erkundigt sich nun beim Tee, wie ich mich während der Ausbildung gemacht habe. Mary und Herr Franck loben mich sehr, zeigen aber auch einige Schwächen auf. Ich fühle meine Wangen warm werden, während dieser Unterredung.
Schließlich meint Herr Franck:
"Lara, du darfst nun die Speisen servieren."
Ich erhebe mich und gehe in den Nebenraum, wo wir das Menü warmgehalten haben. Zuerst bringe ich die Platte mit dem Lammfleisch in einem Bett aus Zwiebeln und Kartoffeln an den Tisch. Danach gehe ich noch einmal zurück und trage das Fässchen Guinness herbei.
Mary ist währenddessen ebenfalls aufgestanden und hat Kannen und Tassen zur Spüle gebracht, um danach Teller und Besteck auf dem Tisch zu verteilen. Nun ist es wieder mein Part, die Herren am Tisch zu bedienen. Ich fülle die Teller und gebe sie nacheinander Herrn Franck, der sie in der gleichen Art und Weise wie vorhin die Tassen mit Tee am Tisch verteilt.
Earl Chiarraís Augen leuchten. Er freut sich sicher über das heimische Gericht. Anschließend fülle ich Gläser mit Guinness aus dem Fass. Nach einiger Zeit, in der man nur die Geräusche von Messern und Gabeln vernimmt, äußert sich der Earl kurz, indem er den Geschmack lobt:
"Lecker!"
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