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Sonntag, 12. September 2021
Yamato Nadeshiko -127-
hermann-jpmt, 12:25h
Während meiner Arbeit, die ich in der blauen Grotte auf der Bunrei no Shima gelernt habe, als die junge Herrin mit mir dort Urlaub gemacht hat, als Gast ihrer Aneko -älteren Schwester- Amatsuka Moe, schießen mir Gedanken durch den Kopf:
'Was ich bisher auch gewaschen und hergerichtet habe, nichts ist jemals so schön gewesen! Der Mann, dem die junge Herrin einmal als Tsuma -Ehefrau- dient, kann sich glücklich schätzen!'
Nach dem Bad führe ich eine Maniküre und Pediküre durch. Schließlich stecke ich ihr Haar hoch und schminke sie zurückhaltend. Dann lege ich ihr ein Kleid mit tiefem Rückenausschnitt heraus und helfe ihr hinein.
"Sie haben wirklich Glück mit ihm, Herrin!" sage ich. "Der Mann liebt Sie und wird auch in der Lage sein, sie zu beschützen. So etwas ist selten!"
Der junge Mann muss inzwischen bestimmt schon eine Stunde bei den ehrenwerten Herrschaften ausharren. Wir wollen ihn nicht länger warten lassen.
Nun gehen wir von ihrem Zimmer zum kleinen Salon. Ich folge der jungen Herrin mit einem Schritt Abstand. Mein Blick ruht dabei auf ihrem freien Rücken. Vor der Tür zum kleinen Salon überhole ich die junge Herrin mit schnellen Schritten und öffne beidhändig die beiden Flügel der Zimmertür. Dann gebe ich der jungen Herrin schnell den Weg frei, indem ich einen Türflügel loslasse und mich neben dem anderen aufstelle und verbeuge. Die Herrin betritt den Raum an mir vorbei.
In dem Moment höre ich einen Stuhl umkippen. Unwillkürlich schaue ich nach dem Geräusch. Die ehrenwerten Herrschaften sitzen an einem Cocktailtisch und schauen der jungen Herrin entgegen, wie sie den Raum betritt. Der junge Mann, der den Eltern seiner Braut seine Aufwartung macht, ist aufgesprungen. Dabei ist der Stuhl umgekippt, nach dem sich nun ein Dienstmädchen bückt.
Der junge Herr macht große Augen, sein Mund steht offen. Einen Moment braucht es, bevor er sich vor der Eintretenden verbeugt. Die junge Herrin ist schon bei ihm angekommen, als er sich endlich gefangen hat. Er begrüßt sie zuvorkommend und schiebt einen freien Stuhl heran, damit sie sich setzen kann, bevor auch er sich wieder setzt.
Die Gespräche mit den Eltern seiner Braut scheinen inzwischen zu einem guten Ende gekommen zu sein. Es werden nur noch Komplimente ausgetauscht. Nach einigen Minuten erheben sich die Herrschaften. Der ältere Herr hat dem jungen Paar vorgeschlagen, einen gemeinsamen Spaziergang unten im Park zu wagen. Also schreiten die Beiden die Treppe zum Park hinunter und schlendern durch den Park der Villa. Höflicherweise bleibe ich am Portal zurück. Die Herrin soll sich wirklich unter vier Augen mit ihrem zukünftigen Bräutigam unterhalten können.
*
Nachdem die junge Herrin ihr Studium beendet hat, bekommt sie von ihrem ehrenwerten Otou-San -Vater- ein Büro in der Verwaltung der Werft. Sie soll dort seine 'rechte Hand' sein und in alle Abläufe eingebunden werden.
Wenige Wochen später fährt das Brautpaar mit Eltern und Schwiegereltern nach Kyoto und dort zum Heian Jingu Schrein, dem größten Schrein in Kyoto, um eine traditionelle Shinto kekkonshiki -Shinto-Hochzeit- zu feiern. Vorher hat das Brautpaar eine amtliche Urkunde mit ihren persönlichen Siegeln versehen.
Bevor sie starten ist Amatsuka Kameko von den Dienstmädchen ihres ehrenwerten Otou-San -Vaters- gestylt worden: Ihre Haare wurden kunstvoll hochgesteckt, mit wertvollen Haarnadeln festgesteckt und ein mehrlagiger Hochzeits-Kimono der Familie wurde von fleißigen Händen umgearbeitet, damit er für meine Herrin passt. Den Abschluss bildet eine Haube über ihrem Haar. Der Hochzeitskimono ist von blütenweißer Farbe. Sie symbolisiert Reinheit und Harmonie ? und die Bereitschaft der Braut, sich mit den Werten ihrer neuen Familie zu 'färben' (zu identifizieren). Der Bräutigam trägt eine dunkle knielange Jacke über einer grauen faltenreichen Hose.
Das Brautpaar durchschreitet das rote Torii und betritt nur in Begleitung der beiden Elternpaare den Schrein. Dort werden sie von einem Shinto-Priester in seiner typischen Tracht in Empfang genommen und vor den Shintai -Reliquie- des Schreins geführt. Dort ist der Sitz des Kamis, der im Schrein verehrt wird.
Der Priester führt nun eine rituelle Reinigung durch, dann folgt das Ehegelübde und die Opferung von Zweigen des Sakaki-Baumes. Anschließend trinkt die Hochzeitsgesellschaft aus Brautpaar und den beiden Elternpaaren gemeinsam aus drei Schalen vom Priester geweihten Sake. Damit sind die Brautleute miteinander verheiratet. Anschließend fahren Chauffeure sie wieder nach Maizuru zurück, wo Amatsuka-Sama ein Restaurant angemietet hat.
Bevor sie jedoch das Restaurant betreten, lassen sie eine professionelle Photo-Session über sich ergehen. Die Bilder sind auf besonderem Fotopapier gemacht und sollen angeblich hundert Jahre halten.
Im Restaurant werden sie auf einige ihrer Professoren und Kommilitonen treffen. Auch Verwandte und Freundinnen der Braut, sowie Freunde des Bräutigams sind eingeladen. Jeder Gast ist im Besitz einer entsprechend teuren Eintrittskarte für den Hochzeitsempfang. Sachgeschenke sind nicht üblich.
Bevor das Brautpaar das Restaurant nun betritt, hat die Braut Zeit sich umzuziehen. Zum folgenden Hochzeitsempfang im Restaurant trägt sie einen Hikifurisode in lebhaftem Kaminrot, übersät mit vielen Mustern. Ein bezahlter Moderator führt ab jetzt durch den anderthalbstündigen Hochzeitsempfang. Die Väter halten Reden, das Hochzeitsessen... alles ist minutiös getaktet!
Zur Sitzordnung kann man folgendes sagen: Neben den Brautleuten sitzen rechts und links deren Professoren, Kommilitonen und Freunde. Erst dann kommen die Verwandten. Schließlich die Familien und ganz hinten platzieren sich die Eltern.
Nachdem die Väter in ihren Reden die Vorzüge ihrer Kinder herausgestellt haben, ist es an den Brautleuten, ihnen darauf zu antworten. In emotionalen Reden danken sie ihren Eltern für die erfahrene Unterstützung während der vergangenen Jahre und sprechen dabei durchaus tränenrührende Momente an. Sie wollen so die Hochzeitsgesellschaft überzeugen, dass ihre Eltern die besten Eltern sind, die man sich vorstellen kann.
'Was ich bisher auch gewaschen und hergerichtet habe, nichts ist jemals so schön gewesen! Der Mann, dem die junge Herrin einmal als Tsuma -Ehefrau- dient, kann sich glücklich schätzen!'
Nach dem Bad führe ich eine Maniküre und Pediküre durch. Schließlich stecke ich ihr Haar hoch und schminke sie zurückhaltend. Dann lege ich ihr ein Kleid mit tiefem Rückenausschnitt heraus und helfe ihr hinein.
"Sie haben wirklich Glück mit ihm, Herrin!" sage ich. "Der Mann liebt Sie und wird auch in der Lage sein, sie zu beschützen. So etwas ist selten!"
Der junge Mann muss inzwischen bestimmt schon eine Stunde bei den ehrenwerten Herrschaften ausharren. Wir wollen ihn nicht länger warten lassen.
Nun gehen wir von ihrem Zimmer zum kleinen Salon. Ich folge der jungen Herrin mit einem Schritt Abstand. Mein Blick ruht dabei auf ihrem freien Rücken. Vor der Tür zum kleinen Salon überhole ich die junge Herrin mit schnellen Schritten und öffne beidhändig die beiden Flügel der Zimmertür. Dann gebe ich der jungen Herrin schnell den Weg frei, indem ich einen Türflügel loslasse und mich neben dem anderen aufstelle und verbeuge. Die Herrin betritt den Raum an mir vorbei.
In dem Moment höre ich einen Stuhl umkippen. Unwillkürlich schaue ich nach dem Geräusch. Die ehrenwerten Herrschaften sitzen an einem Cocktailtisch und schauen der jungen Herrin entgegen, wie sie den Raum betritt. Der junge Mann, der den Eltern seiner Braut seine Aufwartung macht, ist aufgesprungen. Dabei ist der Stuhl umgekippt, nach dem sich nun ein Dienstmädchen bückt.
Der junge Herr macht große Augen, sein Mund steht offen. Einen Moment braucht es, bevor er sich vor der Eintretenden verbeugt. Die junge Herrin ist schon bei ihm angekommen, als er sich endlich gefangen hat. Er begrüßt sie zuvorkommend und schiebt einen freien Stuhl heran, damit sie sich setzen kann, bevor auch er sich wieder setzt.
Die Gespräche mit den Eltern seiner Braut scheinen inzwischen zu einem guten Ende gekommen zu sein. Es werden nur noch Komplimente ausgetauscht. Nach einigen Minuten erheben sich die Herrschaften. Der ältere Herr hat dem jungen Paar vorgeschlagen, einen gemeinsamen Spaziergang unten im Park zu wagen. Also schreiten die Beiden die Treppe zum Park hinunter und schlendern durch den Park der Villa. Höflicherweise bleibe ich am Portal zurück. Die Herrin soll sich wirklich unter vier Augen mit ihrem zukünftigen Bräutigam unterhalten können.
*
Nachdem die junge Herrin ihr Studium beendet hat, bekommt sie von ihrem ehrenwerten Otou-San -Vater- ein Büro in der Verwaltung der Werft. Sie soll dort seine 'rechte Hand' sein und in alle Abläufe eingebunden werden.
Wenige Wochen später fährt das Brautpaar mit Eltern und Schwiegereltern nach Kyoto und dort zum Heian Jingu Schrein, dem größten Schrein in Kyoto, um eine traditionelle Shinto kekkonshiki -Shinto-Hochzeit- zu feiern. Vorher hat das Brautpaar eine amtliche Urkunde mit ihren persönlichen Siegeln versehen.
Bevor sie starten ist Amatsuka Kameko von den Dienstmädchen ihres ehrenwerten Otou-San -Vaters- gestylt worden: Ihre Haare wurden kunstvoll hochgesteckt, mit wertvollen Haarnadeln festgesteckt und ein mehrlagiger Hochzeits-Kimono der Familie wurde von fleißigen Händen umgearbeitet, damit er für meine Herrin passt. Den Abschluss bildet eine Haube über ihrem Haar. Der Hochzeitskimono ist von blütenweißer Farbe. Sie symbolisiert Reinheit und Harmonie ? und die Bereitschaft der Braut, sich mit den Werten ihrer neuen Familie zu 'färben' (zu identifizieren). Der Bräutigam trägt eine dunkle knielange Jacke über einer grauen faltenreichen Hose.
Das Brautpaar durchschreitet das rote Torii und betritt nur in Begleitung der beiden Elternpaare den Schrein. Dort werden sie von einem Shinto-Priester in seiner typischen Tracht in Empfang genommen und vor den Shintai -Reliquie- des Schreins geführt. Dort ist der Sitz des Kamis, der im Schrein verehrt wird.
Der Priester führt nun eine rituelle Reinigung durch, dann folgt das Ehegelübde und die Opferung von Zweigen des Sakaki-Baumes. Anschließend trinkt die Hochzeitsgesellschaft aus Brautpaar und den beiden Elternpaaren gemeinsam aus drei Schalen vom Priester geweihten Sake. Damit sind die Brautleute miteinander verheiratet. Anschließend fahren Chauffeure sie wieder nach Maizuru zurück, wo Amatsuka-Sama ein Restaurant angemietet hat.
Bevor sie jedoch das Restaurant betreten, lassen sie eine professionelle Photo-Session über sich ergehen. Die Bilder sind auf besonderem Fotopapier gemacht und sollen angeblich hundert Jahre halten.
Im Restaurant werden sie auf einige ihrer Professoren und Kommilitonen treffen. Auch Verwandte und Freundinnen der Braut, sowie Freunde des Bräutigams sind eingeladen. Jeder Gast ist im Besitz einer entsprechend teuren Eintrittskarte für den Hochzeitsempfang. Sachgeschenke sind nicht üblich.
Bevor das Brautpaar das Restaurant nun betritt, hat die Braut Zeit sich umzuziehen. Zum folgenden Hochzeitsempfang im Restaurant trägt sie einen Hikifurisode in lebhaftem Kaminrot, übersät mit vielen Mustern. Ein bezahlter Moderator führt ab jetzt durch den anderthalbstündigen Hochzeitsempfang. Die Väter halten Reden, das Hochzeitsessen... alles ist minutiös getaktet!
Zur Sitzordnung kann man folgendes sagen: Neben den Brautleuten sitzen rechts und links deren Professoren, Kommilitonen und Freunde. Erst dann kommen die Verwandten. Schließlich die Familien und ganz hinten platzieren sich die Eltern.
Nachdem die Väter in ihren Reden die Vorzüge ihrer Kinder herausgestellt haben, ist es an den Brautleuten, ihnen darauf zu antworten. In emotionalen Reden danken sie ihren Eltern für die erfahrene Unterstützung während der vergangenen Jahre und sprechen dabei durchaus tränenrührende Momente an. Sie wollen so die Hochzeitsgesellschaft überzeugen, dass ihre Eltern die besten Eltern sind, die man sich vorstellen kann.
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