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Dienstag, 29. Juni 2021
Yamato Nadeshiko -93-
hermann-jpmt, 12:36h
"Wie geht es dir, kleines Tori -Vögelchen-?" fragt der Mann in ihrer Begleitung.
"Gut, Sama -Herr-," antworte ich vorsichtig.
"Ist sie nicht hübsch?" fragt die Herrin. "Was ist sie dir wert?"
"Ich kann sie nicht brauchen. Allenfalls werde ich sie weitergeben können."
Die Herrin ist mit der Auskunft gar nicht zufrieden.
"Willst du sie nicht haben?" fragt sie.
Die Hände des Kaufmanns streichen über meine Flanken.
"Nicht uninteressant," meint er.
"Wer ist dein Herr, kleines Tori -Vögelchen-?" fragt der Händler.
"Kawazu-San ist mein Herr," sage ich. "Kawazu-San, der Führer der Bauern in Shikafodo."
"Wie heißt du, kleines Tori?" fragt er weiter.
"Saika -farbenprächtige Blume-, Sama," erwidere ich.
"Hübsche Saika."
"Danke, Herr."
"Möchtest du sie kaufen?" schaltet sich die Herrin wieder ein.
"Sie hat rauhe Hände," stellt der Händler fest.
"Ich bin eine Bauernmagd," erkläre ich.
Das Waschen und die Arbeit auf dem Feld haben ihre Spuren hinterlassen.
"Mit guten Salben lassen sich die Hände wieder weich und schmiegsam machen - damit sie dazu geeignet sind, Männer zu liebkosen," meint die Herrin.
"Die Salben kosten mich aber auch etwas!" gibt der Händler zu bedenken.
"Mach mir ein Angebot für den kleinen Tanuki -Marderhund-. Sie ist billig zu haben."
"Wie billig?" will er wissen.
"Billig."
"Weiß der ehrenwerte Kawazu-San, dass du sie verkaufst?"
"Darauf kommt es nicht an," erwidert die Herrin. "Ich bin seine Frau. Ich kann tun, was mir gefällt."
"Ich bin Kaufmann," sagt der Händler. "Wenn ich sie dir abnehme, dann um sie mit Gewinn weiter zu geben. Auch die Cremes muss ich mit berechnen."
"Du erhältst sie geschenkt," sagt die Herrin.
Der Händler blickt sie erstaunt an.
Erschrocken öffne ich die Augen weit.
"Ich hole sie dann auf dem Rückweg hier ab," meint er.
Die Herrin ist damit einverstanden und der Händler fährt den ganzen Tag die Höfe in Shikafodo ab. Als es Abend wird kommt Kawazu-San von seiner Tour zurück und verteilt die erstandenen Hühner im Dorf. Anschließend sitzt er beim Abendessen. Der Händler ist Gast seines Hauses.
*
Jemand öffnet meine Unterkunft mit einem Schlüssel. Was will die Herrin, die den Schlüssel immer bei sich trägt, um diese Zeit von mir? Das ganze Haus müsste im Schlaf liegen.
Herein kommt Botan-San -Pfingstrose-, der Jüngling, der mich einmal in der Nacht durch das Fenster beobachtet hat.
"Komm, Saika-chan," flüstert er. "Ich habe draußen etwas für dich."
"Ich sollte schlafen, junger Herr," entgegne ich ihm ebenso leise. "Ich muss morgen früh ausgeruht sein, für die Feldarbeit."
"Komm ruhig, Saika-chan," antwortet er. "Es wird nicht lange dauern."
Ich darf nicht ungehorsam sein. Außerdem bin ich neugierig. Ich folge ihm vor die Tür. Plötzlich stehen vier seiner Kumpane um mich herum. Ich will schreien, aber Botan-San hält mir den Mund zu. Sie schleppen mich ein Stück vom Haus weg und vergehen sich an mir. Vor Scham wehre ich mich nicht und bleibe auch liegen, als die Jünglinge von mir ablassen.
Botan-San zieht mich lachend auf die Beine und schleppt mich vor den Vordereingang. Dort schlagen die Jünglinge mit ihren Bauernstäben gegen den Rand des erhöhten Bodens und die Tür.
"Komm heraus, Kawazu-San!" ruft Botan-San laut. "Schau, was wir hier für dich haben!"
Botan-San hat mich neben sich zu Boden gestoßen. Ich will wegkriechen, aber er schlägt mich, als Anstalten dazu mache. Also bleibe ich liegen, nackt und verschmutzt. Große Angst vor den Männern erfüllt mein Innerstes.
"Komm heraus, Kawazu-San!" wiederholt Botan-San.
Es ist tiefe Nacht. Da und dort regt sich etwas in den Nachbarhäusern. Männer kommen neugierig mit Fackeln vor die Tür. Sie beobachten die Szene untätig. Botan-San tritt mit erhobenem Stab vor. Seine vier Kumpane scharen sich um ihn. Sie sind ebenfalls mit Bauernstäben bewaffnet. Alle Augen sind auf die Tür von Kawazu-Sans Haus gerichtet, in der jetzt die Herrin erscheint. Sie kommt die Stufen herunter.
Ich blicke verängstigt zu Botan-San empor, der stolz über mir steht. Der Stab in seiner Hand ist gut zwei Meter lang und drei bis vier Zentimeter dick.
"Komm heraus, Kawazu-San!" ruft die Herrin nun ihrerseits vom Fuß der Treppe.
Ich hebe den Kopf ein wenig. Der Herr erscheint in der Türöffnung.
"Sei gegrüßt, Kawazu-San!" ruft Botan-San.
"Sei gegrüßt, Botan-kun."
Brutal zerrt Botan-San mich hoch.
"Ich habe hier etwas, das dir gehört," sagte er lächelnd.
"Das sehe ich," antwortet Kawazu-San ruhig.
"Sie ist eine heißblütige Magd. Wirklich ein Prachtstück."
"Das ist mir bekannt."
"Sie kniet jetzt aber zu meinen Füßen."
"Das sehe ich, Botan-kun."
Botan-San hebt seinen Stab. Seine rechte Hand greift in der Mitte zu, die linke etwa einen halben Meter tiefer. Mein Herr rührt sich immer noch nicht von der Stelle.
Im Kreis der nächtlichen Zuschauer rührt sich ebenfalls niemand. Nur das Knistern der Fackeln ist zu hören.
Botan-San wirkt unsicher. Er schaut sich im Kreis seiner Kumpels um, ehe er wieder auf Kawazu-San blickt. Der Führer der Bauern von Shikafodo steht stumm auf der kleinen Plattform vor der Haustür, etwa einen halben Meter über dem Boden.
"Ich habe deine Magd genommen," sagt Botan-San.
"Hast du ihren Herrn vorher um Erlaubnis gefragt?"
"Wir haben sie ohne deine Erlaubnis genommen."
"Darin habt ihr den Kodex überschritten."
"Das ist mir egal!" antwortet Botan-San trotzig.
"Pflug, Ochse oder Magd deines Nachbarn darfst du dir nicht aneignen, es sei denn, du hast die Erlaubnis des Eigentümers!" rezitiert Kawazu-San.
"Das ist mir gleichgültig."
"Du hast den Schutz des Kodex verlassen."
"Willst du mir drohen, Kawazu-San aus Shikafodo?" fragt Botan-San herausfordernd. "Ich habe keine Angst vor dir!"
"Hättest du mich um meine Erlaubnis gebeten," sagt mein Herr und deutet mit einer Kopfbewegung auf mich, "hätte ich sie dir bereitwillig gegeben. Aber du hast nicht gefragt."
"Nein, das habe ich nicht."
"Bisher habe ich euch die Streiche mit den Mägden durchgehen lassen - aber jetzt ist meine Geduld erschöpft."
"Wir sind dankbar für deine Geduld," sagt Botan-San spöttisch und sieht sich im Kreis seiner Kumpels um.
Dann stemmt er seinen Stab in den Boden.
"Ich bin geneigt, dir zu vergeben," erwidert mein Herr und schaut zu mir herab. "Du kannst mich jetzt nachträglich um Erlaubnis für dein Treiben bitten."
"Diese Erlaubnis erbitte ich aber nicht."
"Dann muss ich den Rat von Shikafodo einberufen," stellt mein Herr fest. "Der muss entscheiden, was mit dir geschehen soll."
Botan-San lacht laut auf. Seine Kumpels fallen darin ein.
"Warum lachst du, Botan-kun?" fragt mein Herr.
"Nur der Bauernführer kann den Rat einberufen!" erklärt Botan-San. "Und ich entscheide, dass wir ihn nicht zusammenrufen."
"Bist du denn Bauernführer in Shikafodo?"
"Hai -Ja-."
"Wer behauptet das?"
"Ich!" antwortet Botan-San und deutet auf die Herrin und seine Kumpels. "Wir alle sagen das!"
"Tut mir leid," antwortet Kawazu-San. "Ich hatte angenommen, du hättest das Zeug zum Bauernführer."
"Ich bin Bauernführer," widerspricht Botan-San.
"In welchem Dorf denn?"
"In Shikafodo!" antwortet Botan-San, allmählich verärgert.
"Hast du diese Neuigkeit schon Kawazu-San aus Shikafodo mitgeteilt?"
"Das tue ich hiermit. Ich bin der Erste Mann in Shikafodo."
"Dieser Meinung bin ich aber nicht!"
"Ich bin der Anführer dieses Dorfes."
"Iie, chigaimasu -Nein, das stimmt so nicht-!" entgegnet mein Herr.
Botan-San wird bleich.
"Wollen wir die Prüfung der fünf Pfeile durchführen?" fragt mein Herr.
"Iie, watashi wa sore o nozonde imasen -Nein, das möchte ich nicht," meint Botan-San unbehaglich.
Er hat keine Lust, gegen Kawazu-Sans Bogen anzutreten, der ein legendärer Schütze ist.
"Dann also die Messerprüfung?"
"Iie, dochira demonai -Nein, auch nicht," lehnt Botan-San ab.
Es gibt sicher nur wenige Männer hier, die es wagen würden, sich in der Dunkelheit eines Waldes auf einen nächtlichen Kampf mit Kawazu-San einzulassen.
Botan-San hebt seinen Stab.
"Ich bin ein Bauer," sagt er.
"Na, schön," meint mein Herr. "Der Stab soll sprechen. Das Holz unseres Standes wird die Entscheidung herbeiführen."
"Jozu -Gut-!" antwortet Botan-San.
Ich bin während des Disputs langsam beiseite gekrochen. Die Zuschauer machen vor dem Haus eine Fläche frei.
"Gut, Sama -Herr-," antworte ich vorsichtig.
"Ist sie nicht hübsch?" fragt die Herrin. "Was ist sie dir wert?"
"Ich kann sie nicht brauchen. Allenfalls werde ich sie weitergeben können."
Die Herrin ist mit der Auskunft gar nicht zufrieden.
"Willst du sie nicht haben?" fragt sie.
Die Hände des Kaufmanns streichen über meine Flanken.
"Nicht uninteressant," meint er.
"Wer ist dein Herr, kleines Tori -Vögelchen-?" fragt der Händler.
"Kawazu-San ist mein Herr," sage ich. "Kawazu-San, der Führer der Bauern in Shikafodo."
"Wie heißt du, kleines Tori?" fragt er weiter.
"Saika -farbenprächtige Blume-, Sama," erwidere ich.
"Hübsche Saika."
"Danke, Herr."
"Möchtest du sie kaufen?" schaltet sich die Herrin wieder ein.
"Sie hat rauhe Hände," stellt der Händler fest.
"Ich bin eine Bauernmagd," erkläre ich.
Das Waschen und die Arbeit auf dem Feld haben ihre Spuren hinterlassen.
"Mit guten Salben lassen sich die Hände wieder weich und schmiegsam machen - damit sie dazu geeignet sind, Männer zu liebkosen," meint die Herrin.
"Die Salben kosten mich aber auch etwas!" gibt der Händler zu bedenken.
"Mach mir ein Angebot für den kleinen Tanuki -Marderhund-. Sie ist billig zu haben."
"Wie billig?" will er wissen.
"Billig."
"Weiß der ehrenwerte Kawazu-San, dass du sie verkaufst?"
"Darauf kommt es nicht an," erwidert die Herrin. "Ich bin seine Frau. Ich kann tun, was mir gefällt."
"Ich bin Kaufmann," sagt der Händler. "Wenn ich sie dir abnehme, dann um sie mit Gewinn weiter zu geben. Auch die Cremes muss ich mit berechnen."
"Du erhältst sie geschenkt," sagt die Herrin.
Der Händler blickt sie erstaunt an.
Erschrocken öffne ich die Augen weit.
"Ich hole sie dann auf dem Rückweg hier ab," meint er.
Die Herrin ist damit einverstanden und der Händler fährt den ganzen Tag die Höfe in Shikafodo ab. Als es Abend wird kommt Kawazu-San von seiner Tour zurück und verteilt die erstandenen Hühner im Dorf. Anschließend sitzt er beim Abendessen. Der Händler ist Gast seines Hauses.
*
Jemand öffnet meine Unterkunft mit einem Schlüssel. Was will die Herrin, die den Schlüssel immer bei sich trägt, um diese Zeit von mir? Das ganze Haus müsste im Schlaf liegen.
Herein kommt Botan-San -Pfingstrose-, der Jüngling, der mich einmal in der Nacht durch das Fenster beobachtet hat.
"Komm, Saika-chan," flüstert er. "Ich habe draußen etwas für dich."
"Ich sollte schlafen, junger Herr," entgegne ich ihm ebenso leise. "Ich muss morgen früh ausgeruht sein, für die Feldarbeit."
"Komm ruhig, Saika-chan," antwortet er. "Es wird nicht lange dauern."
Ich darf nicht ungehorsam sein. Außerdem bin ich neugierig. Ich folge ihm vor die Tür. Plötzlich stehen vier seiner Kumpane um mich herum. Ich will schreien, aber Botan-San hält mir den Mund zu. Sie schleppen mich ein Stück vom Haus weg und vergehen sich an mir. Vor Scham wehre ich mich nicht und bleibe auch liegen, als die Jünglinge von mir ablassen.
Botan-San zieht mich lachend auf die Beine und schleppt mich vor den Vordereingang. Dort schlagen die Jünglinge mit ihren Bauernstäben gegen den Rand des erhöhten Bodens und die Tür.
"Komm heraus, Kawazu-San!" ruft Botan-San laut. "Schau, was wir hier für dich haben!"
Botan-San hat mich neben sich zu Boden gestoßen. Ich will wegkriechen, aber er schlägt mich, als Anstalten dazu mache. Also bleibe ich liegen, nackt und verschmutzt. Große Angst vor den Männern erfüllt mein Innerstes.
"Komm heraus, Kawazu-San!" wiederholt Botan-San.
Es ist tiefe Nacht. Da und dort regt sich etwas in den Nachbarhäusern. Männer kommen neugierig mit Fackeln vor die Tür. Sie beobachten die Szene untätig. Botan-San tritt mit erhobenem Stab vor. Seine vier Kumpane scharen sich um ihn. Sie sind ebenfalls mit Bauernstäben bewaffnet. Alle Augen sind auf die Tür von Kawazu-Sans Haus gerichtet, in der jetzt die Herrin erscheint. Sie kommt die Stufen herunter.
Ich blicke verängstigt zu Botan-San empor, der stolz über mir steht. Der Stab in seiner Hand ist gut zwei Meter lang und drei bis vier Zentimeter dick.
"Komm heraus, Kawazu-San!" ruft die Herrin nun ihrerseits vom Fuß der Treppe.
Ich hebe den Kopf ein wenig. Der Herr erscheint in der Türöffnung.
"Sei gegrüßt, Kawazu-San!" ruft Botan-San.
"Sei gegrüßt, Botan-kun."
Brutal zerrt Botan-San mich hoch.
"Ich habe hier etwas, das dir gehört," sagte er lächelnd.
"Das sehe ich," antwortet Kawazu-San ruhig.
"Sie ist eine heißblütige Magd. Wirklich ein Prachtstück."
"Das ist mir bekannt."
"Sie kniet jetzt aber zu meinen Füßen."
"Das sehe ich, Botan-kun."
Botan-San hebt seinen Stab. Seine rechte Hand greift in der Mitte zu, die linke etwa einen halben Meter tiefer. Mein Herr rührt sich immer noch nicht von der Stelle.
Im Kreis der nächtlichen Zuschauer rührt sich ebenfalls niemand. Nur das Knistern der Fackeln ist zu hören.
Botan-San wirkt unsicher. Er schaut sich im Kreis seiner Kumpels um, ehe er wieder auf Kawazu-San blickt. Der Führer der Bauern von Shikafodo steht stumm auf der kleinen Plattform vor der Haustür, etwa einen halben Meter über dem Boden.
"Ich habe deine Magd genommen," sagt Botan-San.
"Hast du ihren Herrn vorher um Erlaubnis gefragt?"
"Wir haben sie ohne deine Erlaubnis genommen."
"Darin habt ihr den Kodex überschritten."
"Das ist mir egal!" antwortet Botan-San trotzig.
"Pflug, Ochse oder Magd deines Nachbarn darfst du dir nicht aneignen, es sei denn, du hast die Erlaubnis des Eigentümers!" rezitiert Kawazu-San.
"Das ist mir gleichgültig."
"Du hast den Schutz des Kodex verlassen."
"Willst du mir drohen, Kawazu-San aus Shikafodo?" fragt Botan-San herausfordernd. "Ich habe keine Angst vor dir!"
"Hättest du mich um meine Erlaubnis gebeten," sagt mein Herr und deutet mit einer Kopfbewegung auf mich, "hätte ich sie dir bereitwillig gegeben. Aber du hast nicht gefragt."
"Nein, das habe ich nicht."
"Bisher habe ich euch die Streiche mit den Mägden durchgehen lassen - aber jetzt ist meine Geduld erschöpft."
"Wir sind dankbar für deine Geduld," sagt Botan-San spöttisch und sieht sich im Kreis seiner Kumpels um.
Dann stemmt er seinen Stab in den Boden.
"Ich bin geneigt, dir zu vergeben," erwidert mein Herr und schaut zu mir herab. "Du kannst mich jetzt nachträglich um Erlaubnis für dein Treiben bitten."
"Diese Erlaubnis erbitte ich aber nicht."
"Dann muss ich den Rat von Shikafodo einberufen," stellt mein Herr fest. "Der muss entscheiden, was mit dir geschehen soll."
Botan-San lacht laut auf. Seine Kumpels fallen darin ein.
"Warum lachst du, Botan-kun?" fragt mein Herr.
"Nur der Bauernführer kann den Rat einberufen!" erklärt Botan-San. "Und ich entscheide, dass wir ihn nicht zusammenrufen."
"Bist du denn Bauernführer in Shikafodo?"
"Hai -Ja-."
"Wer behauptet das?"
"Ich!" antwortet Botan-San und deutet auf die Herrin und seine Kumpels. "Wir alle sagen das!"
"Tut mir leid," antwortet Kawazu-San. "Ich hatte angenommen, du hättest das Zeug zum Bauernführer."
"Ich bin Bauernführer," widerspricht Botan-San.
"In welchem Dorf denn?"
"In Shikafodo!" antwortet Botan-San, allmählich verärgert.
"Hast du diese Neuigkeit schon Kawazu-San aus Shikafodo mitgeteilt?"
"Das tue ich hiermit. Ich bin der Erste Mann in Shikafodo."
"Dieser Meinung bin ich aber nicht!"
"Ich bin der Anführer dieses Dorfes."
"Iie, chigaimasu -Nein, das stimmt so nicht-!" entgegnet mein Herr.
Botan-San wird bleich.
"Wollen wir die Prüfung der fünf Pfeile durchführen?" fragt mein Herr.
"Iie, watashi wa sore o nozonde imasen -Nein, das möchte ich nicht," meint Botan-San unbehaglich.
Er hat keine Lust, gegen Kawazu-Sans Bogen anzutreten, der ein legendärer Schütze ist.
"Dann also die Messerprüfung?"
"Iie, dochira demonai -Nein, auch nicht," lehnt Botan-San ab.
Es gibt sicher nur wenige Männer hier, die es wagen würden, sich in der Dunkelheit eines Waldes auf einen nächtlichen Kampf mit Kawazu-San einzulassen.
Botan-San hebt seinen Stab.
"Ich bin ein Bauer," sagt er.
"Na, schön," meint mein Herr. "Der Stab soll sprechen. Das Holz unseres Standes wird die Entscheidung herbeiführen."
"Jozu -Gut-!" antwortet Botan-San.
Ich bin während des Disputs langsam beiseite gekrochen. Die Zuschauer machen vor dem Haus eine Fläche frei.
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