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Dienstag, 1. Juni 2021
Yamato Nadeshiko -79-
hermann-jpmt, 11:38h
So erlebe ich die Zeit, die nun folgt.
Nach dem Frühstück gehen wir zusammen zum Strand. Mein Herr nimmt mich in seine Arme. Am Strand ist er ganz sanft und zärtlich zu mir. Dann nimmt mich bei der Hand und führt mich ins Wasser. Ausgelassen spritze ich ihn nass. Lachend revanchiert er sich. Wir schwimmen eine Weile und lassen uns anschließend auf einem Handtuch nieder. Gegenseitig ölen wir uns ein und ich dränge mich schon wieder an seinen Körper.
Kuschelnd und träumend vergeht der Vormittag. Zwei Liebende am Strand, Sonne und Meer. Nichts fehlt zur vollkommenen Romantik...
Ich kann aber auch ganz schön doof sein! Da schmelze ich so vor mich hin, ganz versunken in seiner und meiner Liebe und bekomme nicht mit, was so offensichtlich ist:
Er versucht, eine Einleitung zu finden, und ich registriere es nicht. Deshalb trifft es mich wie ein Schock:
"Du bist die Frau, von der ich nie zu träumen gewagt hätte. Ich möchte nie mehr ohne Dich sein. Kimi no tame nara nandemo suru yo -Für dich würde ich alles tun-!" (= "Willst du mich heiraten?")
Da sitze ich nun auf einem Handtuch an der Atlantikküste, mit einer Hand den Oberkörper abstützend - sonst wäre ich jetzt umgefallen - und weine...
Meine Schultern zucken und mein Herr erwartet eine Antwort. Eigentlich gibt es keinen Grund, dabei zu zögern, aber so ist das eben: frau sehnt sich danach und wenn endlich die Sprache darauf kommt - wenn auch japanisch indirekt -, bricht das Chaos aus.
Warum gerade jetzt? Weil er mich so will, wie ich jetzt bin, denke ich. Vielleicht auch nur, weil er nicht weiß, wann wir wieder so lange ungestört sind?
Egal. Ich darf ihn nicht länger zappeln lassen.
Ich rutsche näher an ihn heran, ziehe mich an seinen Schultern hoch, um unsere Köpfe auf die gleiche Ebene zu bringen, sehe ihm tief in die Augen - meine sind total verheult, aber das ist mir jetzt so was von egal. Unsere Nasenspitzen berühren sich fast.
?Hai -Ja-!? sage ich mit fester Stimme.
Ich habe mein Eheversprechen gegeben.
Händchenhaltend gehen mein Herr ... mein Verlobter, mein Ehemann in spe, und ich zum Hotel zurück. Mein Herr trägt die Strandtasche lässig über einer seiner gebräunten, muskulösen Schulter.
Dort angekommen, weist er mir den Weg zum Wintergarten. Vom Buffet holen wir uns verschiedene Salate. Aus den Lautsprechern erklingt leise Musik. Swing.
Das gefällt mir.
Nach dem Essen hilft er mir in die Ballerinas, die ich seit dem Morgen in der Hand halte. Beim Schließen der Ballerinas sitze ich auf einem Stuhl und mein Herr kniet vor mir.
'Verkehrte Welt,' denke ich.
Es kommt noch kurioser: Mein Herr erhebt sich, verbeugt sich tief vor mir und fordert mich mit einer galanten Armbewegung zum Tanz auf. Ich schmelze dahin.
"Heaven, I?m in heaven ... and my heart beats so that I can hardly speak ...," singt Ella Fitzgerald in diesem Moment.
In meinen Ballerinas reiche ich meinem Herrn immerhin bis über seine Schulter. Das ist die perfekte Größenordnung für ein Tanzpaar. So tanze ich in den Armen meines Herrn.
"Cheek to cheek," singt Ella und wieder trifft sie den Nagel auf den Kopf.
Das ist Glückseligkeit!
Wir schlafen die folgende Nacht als Verlobte miteinander. Ich kann nicht mit Worten beschreiben, welche Glücksgefühle mich dabei durchströmen. Es ist anders als sonst. Vielleicht nicht einmal ganz so triebhaft. Dafür umso inniger. Wir spüren es genau.
*
Die verbleibende Zeit bis zur Weiterreise ist kurz, aber wunderschön. Wir fahren nach dem Frühstück zum Flughafen.
Der Weiterflug geht nach Los Angeles. Dort steigen wir in ein Flugzeug nach Kyoto. Mein Herr erhält die Information, mit einem Cab an den Stadtrand der Großstadt zu fahren. Auf einem geteerten Platz steht dort ein Quadrokopter. Mein Herr stellt mich seinem Vater Morishita-San vor. Ich verbeuge mich tief. Anschließend steigen wir in das Fluggerät ein, schieben den Koffer hinter die Sitze und kurz darauf hebt das Fluggerät ab.
Nach einer Stunde schweben wir über einem Hafenbecken. Der Pilot geht langsam tiefer und landet in einem Bootsrumpf. Die Mantelschrauben werden entfernt und verstaut. Anschließend werden Taue gelöst und der Pilot navigiert uns aus dem Hafen heraus. Dort beschleunigt er auf den Pazifik hinaus, so dass ich denke, wir befinden uns nun in einem Speedboot. Als das Boot eine gewisse Geschwindigkeit erreicht zu haben scheint, zieht er das Steuer an sich heran. Sofort zieht das Boot in einem irren Winkel nach oben. Nach wenigen Minuten kippt er das Fluggerät in die Waagerechte zurück.
Während des Aufstieges bin ich in den Sitz gedrückt worden und zu überrascht gewesen, nachzufragen. Ich schaue hilfesuchend meinen Herrn an. Er lächelt mich unter dem Kommunikationshelm beschwichtigend an. Sofort kommt seine Stimme aus den Lautsprechern meines Helms:
"Wir fliegen mit einem Meisai -Tarn-, wie wir ihn nennen. Bald haben wir unser Ziel, die Insel, erreicht."
Nicht lange danach ändert sich das Fluggeräusch. Ich bemerke, dass der Pilot den Meisai -Tarn- sinken lässt. Wir kommen der Wasseroberfläche immer näher. Unten angekommen zieht er die Schnauze hoch, so dass er mit dem Heck zuerst auf der Wasseroberfläche aufkommt. Hinter uns steigt Gischt auf. Je langsamer wir werden, desto waagrechter wird die Lage des Tarn. Schließlich fahren wir als Speedboot auf eine grün-weiße Halbkugel im Wasser zu.
Je näher wir der Insel kommen, desto langsamer werden wir. Vor einem offenen Tor kommen wir zum Stillstand und der Pilot dreht den Meisai -Tarn- um 180Grad. Danach bugsiert er ihn langsam rückwärts an seinen Platz hinter dem Tor, das sich danach langsam schließt. Das Cockpit wird wieder geöffnet und wir steigen aus.
Mir schwanken die Knie. Mein Herr trägt den Koffer und führt mich langsam zu einem Aufzug. Wir fahren gemeinsam mit Morishita-San, dem ehrenwerten Vater meines Herrn, eine große Zahl Etagen hoch. Als wir aussteigen trennt sich Morishita-San von meinem Herrn und mir. Mein Herr führt mich zu seiner Wohnung, wie er sagt. Er öffnet die Tür und macht lächelnd eine einladende Geste.
Wir haben inzwischen Nacht, also zeigt mir mein Herr kurz die einzelnen Räume und führt mich ins Wohnzimmer. Die Wohnung ist japanisch eingerichtet mit niedrigen Möbeln. Dort liegen zwei Futons nebeneinander auf dem Boden. Wieder habe ich eine himmlische Nacht. Nachdem mein Herr sich sein Recht genommen hat, schlafen wir nebeneinander ein.
Am nächsten Morgen bestellt mein Herr telefonisch Frühstück für zwei Personen. Etwa zwanzig Minuten später läutet es an der Tür. Ich öffne und nehme der Magd an der Tür das Tablett ab, um es an den Tisch zu bringen.
Mein Herr macht mich nun auf Rituale aufmerksam, die ich so noch nicht kenne. Ich soll als erstes eine Schale mit Tee füllen und ihm reichen. Er nimmt sie mir aus der Hand und stellt sie vor mich auf den Tisch. Nun verlangt er eine zweite Schale Tee, die er jetzt vor sich platziert. Dann tunkt er zwei Finger in seinen Tee und benetzt damit einen Stein, der in die Tischplatte eingelassen ist.
Dabei sagt er:
"Fumetsu no seishitsu, watashitachi no kankei o mamoru -Unsterbliche Natur, schütze unsere Beziehung-!"
Anschließend soll ich ein Schluck Tee trinken. Auch er trinkt einen Schluck und stellt die Teeschale dann etwas abseits ab. Nun verlangt mein Herr, dass ich einen Teller mit den Speisen vom Tablett belege und ihm reiche. Wieder stellt er den Teller vor meinen Platz, wo ich mich im Seiza -Kniesitz- befinde. Den zweiten Teller mit Speisen nimmt er für sich.
Dazu sagt er:
"Du hast jetzt zwei Rituale kennengelernt, die dir so oder ähnlich immer wieder begegnen werden. Zuerst habe ich dem Kami in meinem Bunrei ein Teeopfer dargebracht und einen Wunsch ausgesprochen, der mir am Herzen liegt. Anschließend hast du mich bedient, wie es deine Pflicht ist. Nun ist die Magd darauf angewiesen, dass der Herr sie ernährt und kleidet! Das tue ich bei Tisch, indem ich dir den ersten Teller überlasse."
"Das ist aber etwas, das es normalerweise zwischen Mann und Frau in Japan nicht gibt!" sage ich. "Ist das eine Besonderheit der Bunrei no Schima?"
"So ist es, Chika-chan," antwortet er. "Du hast sicher schon bei der von mir durchgeführten Meido-Do -Mägde-Schule einen großen Unterschied zum Beispiel zum Verhalten zwischen deinen ehrenwerten Eltern festgestellt. So hart führt dein ehrenwerter Otou-San -Vater- sicher nicht deine ehrenwerte Oku-San -Mutter-."
Ich beuge meinen Oberkörper und sage: "Hai -Ja-."
Mein Herr verlässt mich nach dem Frühstück, weil er zum Rat der Insel muss, wie er sagt. Ich soll das Tablett mit den Resten vom Frühstück zusammenstellen und dem Restaurant Bescheid geben, dass sie das Tablett abholen können. Die Nummer würde ich im Telefon finden. Anschließend darf ich mir alles innerhalb der Wohnung ansehen.
*
Nach dem Frühstück gehen wir zusammen zum Strand. Mein Herr nimmt mich in seine Arme. Am Strand ist er ganz sanft und zärtlich zu mir. Dann nimmt mich bei der Hand und führt mich ins Wasser. Ausgelassen spritze ich ihn nass. Lachend revanchiert er sich. Wir schwimmen eine Weile und lassen uns anschließend auf einem Handtuch nieder. Gegenseitig ölen wir uns ein und ich dränge mich schon wieder an seinen Körper.
Kuschelnd und träumend vergeht der Vormittag. Zwei Liebende am Strand, Sonne und Meer. Nichts fehlt zur vollkommenen Romantik...
Ich kann aber auch ganz schön doof sein! Da schmelze ich so vor mich hin, ganz versunken in seiner und meiner Liebe und bekomme nicht mit, was so offensichtlich ist:
Er versucht, eine Einleitung zu finden, und ich registriere es nicht. Deshalb trifft es mich wie ein Schock:
"Du bist die Frau, von der ich nie zu träumen gewagt hätte. Ich möchte nie mehr ohne Dich sein. Kimi no tame nara nandemo suru yo -Für dich würde ich alles tun-!" (= "Willst du mich heiraten?")
Da sitze ich nun auf einem Handtuch an der Atlantikküste, mit einer Hand den Oberkörper abstützend - sonst wäre ich jetzt umgefallen - und weine...
Meine Schultern zucken und mein Herr erwartet eine Antwort. Eigentlich gibt es keinen Grund, dabei zu zögern, aber so ist das eben: frau sehnt sich danach und wenn endlich die Sprache darauf kommt - wenn auch japanisch indirekt -, bricht das Chaos aus.
Warum gerade jetzt? Weil er mich so will, wie ich jetzt bin, denke ich. Vielleicht auch nur, weil er nicht weiß, wann wir wieder so lange ungestört sind?
Egal. Ich darf ihn nicht länger zappeln lassen.
Ich rutsche näher an ihn heran, ziehe mich an seinen Schultern hoch, um unsere Köpfe auf die gleiche Ebene zu bringen, sehe ihm tief in die Augen - meine sind total verheult, aber das ist mir jetzt so was von egal. Unsere Nasenspitzen berühren sich fast.
?Hai -Ja-!? sage ich mit fester Stimme.
Ich habe mein Eheversprechen gegeben.
Händchenhaltend gehen mein Herr ... mein Verlobter, mein Ehemann in spe, und ich zum Hotel zurück. Mein Herr trägt die Strandtasche lässig über einer seiner gebräunten, muskulösen Schulter.
Dort angekommen, weist er mir den Weg zum Wintergarten. Vom Buffet holen wir uns verschiedene Salate. Aus den Lautsprechern erklingt leise Musik. Swing.
Das gefällt mir.
Nach dem Essen hilft er mir in die Ballerinas, die ich seit dem Morgen in der Hand halte. Beim Schließen der Ballerinas sitze ich auf einem Stuhl und mein Herr kniet vor mir.
'Verkehrte Welt,' denke ich.
Es kommt noch kurioser: Mein Herr erhebt sich, verbeugt sich tief vor mir und fordert mich mit einer galanten Armbewegung zum Tanz auf. Ich schmelze dahin.
"Heaven, I?m in heaven ... and my heart beats so that I can hardly speak ...," singt Ella Fitzgerald in diesem Moment.
In meinen Ballerinas reiche ich meinem Herrn immerhin bis über seine Schulter. Das ist die perfekte Größenordnung für ein Tanzpaar. So tanze ich in den Armen meines Herrn.
"Cheek to cheek," singt Ella und wieder trifft sie den Nagel auf den Kopf.
Das ist Glückseligkeit!
Wir schlafen die folgende Nacht als Verlobte miteinander. Ich kann nicht mit Worten beschreiben, welche Glücksgefühle mich dabei durchströmen. Es ist anders als sonst. Vielleicht nicht einmal ganz so triebhaft. Dafür umso inniger. Wir spüren es genau.
*
Die verbleibende Zeit bis zur Weiterreise ist kurz, aber wunderschön. Wir fahren nach dem Frühstück zum Flughafen.
Der Weiterflug geht nach Los Angeles. Dort steigen wir in ein Flugzeug nach Kyoto. Mein Herr erhält die Information, mit einem Cab an den Stadtrand der Großstadt zu fahren. Auf einem geteerten Platz steht dort ein Quadrokopter. Mein Herr stellt mich seinem Vater Morishita-San vor. Ich verbeuge mich tief. Anschließend steigen wir in das Fluggerät ein, schieben den Koffer hinter die Sitze und kurz darauf hebt das Fluggerät ab.
Nach einer Stunde schweben wir über einem Hafenbecken. Der Pilot geht langsam tiefer und landet in einem Bootsrumpf. Die Mantelschrauben werden entfernt und verstaut. Anschließend werden Taue gelöst und der Pilot navigiert uns aus dem Hafen heraus. Dort beschleunigt er auf den Pazifik hinaus, so dass ich denke, wir befinden uns nun in einem Speedboot. Als das Boot eine gewisse Geschwindigkeit erreicht zu haben scheint, zieht er das Steuer an sich heran. Sofort zieht das Boot in einem irren Winkel nach oben. Nach wenigen Minuten kippt er das Fluggerät in die Waagerechte zurück.
Während des Aufstieges bin ich in den Sitz gedrückt worden und zu überrascht gewesen, nachzufragen. Ich schaue hilfesuchend meinen Herrn an. Er lächelt mich unter dem Kommunikationshelm beschwichtigend an. Sofort kommt seine Stimme aus den Lautsprechern meines Helms:
"Wir fliegen mit einem Meisai -Tarn-, wie wir ihn nennen. Bald haben wir unser Ziel, die Insel, erreicht."
Nicht lange danach ändert sich das Fluggeräusch. Ich bemerke, dass der Pilot den Meisai -Tarn- sinken lässt. Wir kommen der Wasseroberfläche immer näher. Unten angekommen zieht er die Schnauze hoch, so dass er mit dem Heck zuerst auf der Wasseroberfläche aufkommt. Hinter uns steigt Gischt auf. Je langsamer wir werden, desto waagrechter wird die Lage des Tarn. Schließlich fahren wir als Speedboot auf eine grün-weiße Halbkugel im Wasser zu.
Je näher wir der Insel kommen, desto langsamer werden wir. Vor einem offenen Tor kommen wir zum Stillstand und der Pilot dreht den Meisai -Tarn- um 180Grad. Danach bugsiert er ihn langsam rückwärts an seinen Platz hinter dem Tor, das sich danach langsam schließt. Das Cockpit wird wieder geöffnet und wir steigen aus.
Mir schwanken die Knie. Mein Herr trägt den Koffer und führt mich langsam zu einem Aufzug. Wir fahren gemeinsam mit Morishita-San, dem ehrenwerten Vater meines Herrn, eine große Zahl Etagen hoch. Als wir aussteigen trennt sich Morishita-San von meinem Herrn und mir. Mein Herr führt mich zu seiner Wohnung, wie er sagt. Er öffnet die Tür und macht lächelnd eine einladende Geste.
Wir haben inzwischen Nacht, also zeigt mir mein Herr kurz die einzelnen Räume und führt mich ins Wohnzimmer. Die Wohnung ist japanisch eingerichtet mit niedrigen Möbeln. Dort liegen zwei Futons nebeneinander auf dem Boden. Wieder habe ich eine himmlische Nacht. Nachdem mein Herr sich sein Recht genommen hat, schlafen wir nebeneinander ein.
Am nächsten Morgen bestellt mein Herr telefonisch Frühstück für zwei Personen. Etwa zwanzig Minuten später läutet es an der Tür. Ich öffne und nehme der Magd an der Tür das Tablett ab, um es an den Tisch zu bringen.
Mein Herr macht mich nun auf Rituale aufmerksam, die ich so noch nicht kenne. Ich soll als erstes eine Schale mit Tee füllen und ihm reichen. Er nimmt sie mir aus der Hand und stellt sie vor mich auf den Tisch. Nun verlangt er eine zweite Schale Tee, die er jetzt vor sich platziert. Dann tunkt er zwei Finger in seinen Tee und benetzt damit einen Stein, der in die Tischplatte eingelassen ist.
Dabei sagt er:
"Fumetsu no seishitsu, watashitachi no kankei o mamoru -Unsterbliche Natur, schütze unsere Beziehung-!"
Anschließend soll ich ein Schluck Tee trinken. Auch er trinkt einen Schluck und stellt die Teeschale dann etwas abseits ab. Nun verlangt mein Herr, dass ich einen Teller mit den Speisen vom Tablett belege und ihm reiche. Wieder stellt er den Teller vor meinen Platz, wo ich mich im Seiza -Kniesitz- befinde. Den zweiten Teller mit Speisen nimmt er für sich.
Dazu sagt er:
"Du hast jetzt zwei Rituale kennengelernt, die dir so oder ähnlich immer wieder begegnen werden. Zuerst habe ich dem Kami in meinem Bunrei ein Teeopfer dargebracht und einen Wunsch ausgesprochen, der mir am Herzen liegt. Anschließend hast du mich bedient, wie es deine Pflicht ist. Nun ist die Magd darauf angewiesen, dass der Herr sie ernährt und kleidet! Das tue ich bei Tisch, indem ich dir den ersten Teller überlasse."
"Das ist aber etwas, das es normalerweise zwischen Mann und Frau in Japan nicht gibt!" sage ich. "Ist das eine Besonderheit der Bunrei no Schima?"
"So ist es, Chika-chan," antwortet er. "Du hast sicher schon bei der von mir durchgeführten Meido-Do -Mägde-Schule einen großen Unterschied zum Beispiel zum Verhalten zwischen deinen ehrenwerten Eltern festgestellt. So hart führt dein ehrenwerter Otou-San -Vater- sicher nicht deine ehrenwerte Oku-San -Mutter-."
Ich beuge meinen Oberkörper und sage: "Hai -Ja-."
Mein Herr verlässt mich nach dem Frühstück, weil er zum Rat der Insel muss, wie er sagt. Ich soll das Tablett mit den Resten vom Frühstück zusammenstellen und dem Restaurant Bescheid geben, dass sie das Tablett abholen können. Die Nummer würde ich im Telefon finden. Anschließend darf ich mir alles innerhalb der Wohnung ansehen.
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